Schöner blauer Hochdruck-Himmel

von naDUr.at am 5. März 2012 – 19:15 |

Strahlend blauer HimmelLuft ist zwar leicht, hat aber trotzdem ein bissi ein Gewicht.
Am Erdboden drückt die Masse der ganzen darüber befindlichen Luft (säule) auf einen Punkt und erzeugt so den „Luftdruck“ an einem bestimmten Ort. Am Boden wird die Luft zusammengedrückt, die Luftdichte (Masse) ist dort groß und der Druck der Luft „relativ“ hoch – zumeist ist auch die Lufttemperatur dort „relativ“ höher.
Weiter oben, auf einem Berg oder bei den Flugzeugen am Himmel ist die Luftdichte geringer, der Luftdruck ist niedriger.

In der Meteorologie – der Physik und Chemie der Atmosphäre – wird der Luftdruck sehr genau gemessen und beobachtet, weil Schwankungen Auswirkungen auf das Wetter haben.
Luftdruckunterschiede auf der Erdoberfläche lassen Hochdruckgebiete und Tiefdruckgebiete entstehen.
Wenn Luft absinkt, erhöht sich die Luftmasse und der Luftdruck am Boden – in den Höhen können sich keine Wolken bilden – blauer Himmel ist zu sehen.
Die Luft versucht die Druckunterschiede zwischen Regionen mit Hoch- und Tiefdruck auszugleichen – Winde entstehen.
Die Luft fließt dabei immer vom Hochdruck zum Tiefdruck.

Durch die Drehung der Erde um die eigene Achse, verwirbeln sich diese Luftströmungen – manchmal recht stark.
Vom All aus gesehen, erscheint dieser großräumige Luftaustausch …

  • … auf unserer Nordhalbkugel als Spirale nach rechts im Uhrzeigersinn von innen nach außen verwirbelt.
  • … auf der Südhalbkugel als Wolkenspirale gegen den Uhrzeigersinn gedreht.

In den Wetterberichten haben Luftdruckgebiete oft Namen – da ist z.B. zu hören, dass Franz von Jaqueline gestört wird.
Was letztlich bedeutet, dass das aktuelle Hochdruckgebiet über Europa auf den Namen Franz getauft wurde und das Tiefdruckgebiet Jaqueline das schöne Wetter bedroht. Böse Jaqueline! ;-)

In den USA ist es seit langem üblich, dass Wirbelstürme mit (Frauen)Namen bezeichnet werden: vgl. Hurrikan Katrina
In Europa machte die Meteorologiestudentin Karla Wege an der Freien Uni Berlin in den 1950er-Jahren den Vorschlag, europäischen Hoch-/Tiefdruckgebieten weibliche und männliche Vornamen zuzuweisen. Was anfangs nur uni-intern angewendet wurde, übernahmen in den 1990er-Jahren die Medien, um die ungewöhnlichen Wetterumschwünge für das Publikum unterhaltsamer zu gestalten.
Heuer, 2012 tragen alle relevanten europäischen Hochdruckgebiete männliche Namen. Das aktuelle Hoch über Europa heißt: Falk.
Alle störenden Tiefdruckgebiete bekommen weibliche Vornamen. Xenia macht es Falk derzeit schwer.

Seit November 2002 können Wetter-Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete erworben werden – die Patin/der Pate kann dann einen Namen bestimmen. Die Namen werden alphabetisch gereiht und bei Auftauchen eines neuen Hochs oder Tiefs im Himmel über Europa werden diese dann zugewiesen.
Ein Name für ein Hoch kostet Euro 299,-
Ein Tief gibt es bereits um Euro 199,-
Jährlich tauchen viel mehr Tiefs über Europa auf als Hochdruckgebiete.

2013 tragen dann alle Hochdruck-Schönwetterlagen einen weiblichen Vornamen – und alle Tiefs einen männlichen Namen.
2014 ist dann wieder ein gerades Jahr, und dann bringen die Männer wieder das schöne Wetter.

Das Wetter ändert sich ja laufend … vor allem in dieser Jahreszeit, speziell ja dann im April.
Vielleicht kann ja das nächste Tief Yuppadee bereits Falk verblasen?
Sobald der aktuelle europäische Falk sich verdrückt hat, folgt ihm im Alphabet der Patenschaftsliste ein Gulliver nach.
Kopf hoch!
Behalte doch einfach den Himmel im Auge, und wenn mal wieder strahlender Hochduck herrscht, dann begrüß das Wetter doch einfach beim aktuellen Namen (www.wetterpate.de)


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