Kurioses: Schnecken-Schmaus-en in Wien

von naDUr.at am 13. September 2016 – 10:19 |

Schneckenbaum in WienHast DU gewusst, dass es in Wien mal eine Weinbergschnecken-Zucht gegeben hat?

Ich auch nicht! Bis vor kurzem.
Da hat mir nämlich eine Freundin eine alte Zeitschrift geschenkt:
„Schneckenfarm“ war die große Überschrift aus dem Jahre 1936 … und der Artikel informierte darüber, dass in Hütteldorf Weinbergschnecken für französische Konservenfabriken produziert wurden.
Bis hier hin, war die Sache spannend und auch ein bissi kurios – aber eben Vergangenheit.

80 Jahre später – also heute – spazier ich Richtung Hütteldorf … und stutze:
Da sitzen doch tatsächlich massenhaft Weinbergschnecken neben der Straße – auf Bäumen! Kurios! … denk ich noch – und seh mich weiter um.

Hunderte Weinbergschnecken sitzen und picken da auf Baumstämmen, auf Zäunen, Stromkästen … und auf Plakatwänden. Kurios!?
Aber es geht noch kurioser!

Frag dich doch mal: Was tun die Schnecken alle da?!
Hunderte Schnecken fressen die Plakate von den Plakatwänden! ECHT KURIOS!

Weinbergschnecken in Wien  1936 und 2016

Damit ist eines klar: Papier ist ein natürlicher Rohstoff – und wird bei (jeder) Gelegenheit auf natürliche Weise recycled/verwertet. Und: Wer Weinbergschnecken zum eigenen Verzehr sammelt, sollte darauf achten, WAS sie gefressen haben …

NOCH KURIOSER wäre es natürlich, wenn sich herausstellt, dass die heutigen Wiener Plakat-Schnecken aus dem Jahr 2016 die Nachkommen der ent“laufenen“ Zuchtschnecken aus dem Jahre 1936 sind.
Schnecken verschmausen ein Plakat in WienDenn eines hab ich auch gleich gemerkt: Die Schnecken gehören nicht zu den bei uns verbreiteten, großen Gewöhnlichen sondern zu den Gefleckten Weinbergschnecken, die es gern wärmer haben und Winterfrost nur schlecht vertragen, weil sie keinen schützenden Kalkdeckel zur Überwinterung ausbilden. Das spricht dafür, dass sie in unseren Breiten eigentlich „gepflegt und gehegt“ werden wollen – was in einer Schneckenfarm das Tages“geschäft“ war ;)

Schneck frisst Plakat in WienNebenbei: Bei so vielen 100ten Schnecken auf einem Platz, hab ich naDÜrlich die Gelegenheit genutzt, und nach einem Schneckenkönig Ausschau gehalten … leider ohne Erfolg – vielleicht braucht es ja wirklich 10.000de von ihnen, um einen König bzw. eine Königin (Weinbergschnecken sind Zwitter) zu entdecken.


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Hallo, ich bin eine Eule!

von naDUr.at am 17. Juli 2016 – 19:02 |

Ja echt! Ich bin eine Eule!

Ahorneule - Raupe

Was guckst Du?
Ich bin eine Eule und ein Schmetterling!
Da guckst Du! Was?

Guckst Du hier – dann ist dir alles klar ;)
Und jetzt „baba“ … ich zieh heut Abend noch um die Bäume …


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Blatt ohne Laus aber mit Schrecken

von naDUr.at am 21. Juni 2016 – 13:10 |

Auf den ersten Blick dachte ich ja, dass da – schooooon wieder – eine Blattlaus auf der Rose sitzt.

Heuschrecken-Baby bzw. Larve

Erst auf den zweiten Blick hat sich gezeigt:
Jööööö – eine Baby-Heuschrecke!
Also eigentlich ja eine Heuschrecken-Larve noch ziemlich am Anfang ihrer Entwicklung hin zu einer Langfühlerschrecke.

Bis der kleine Schrecken ein großer Schrecken ist, muss er noch einiges fressen und sich beim Wachsen auch noch des öfteren Häuten.
Übrigens frisst dieser Kleine hier durchaus auch Blattläuse – was ihn doch gleich nochmal sympathischer macht :)
Als Langfühlerschrecke ist er nämlich durchaus ein Allesfresser – während Kurzfühlerschrecken als reine Pflanzenfresser bekannt sind.

Apropos Blattlaus

Manchmal lohnt sich doch ein zweiter Blick, um in einer Laus einen Schreck zu erkennen ;)
Schau dich doch auch 2x in der Natur um!


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Schwarmzeit in der Stadt

von naDUr.at am 20. Mai 2016 – 13:27 |

Schwarmzeit in der StadtEs ist Frühling – alles blüht und staubt … im Überfluss!
Es ist daher die richtige Zeit für Bienenvölker sich zu teilen, auszuschwärmen und neue Orte zu bevölkern.

Was normalerweise im Grünraum als Übersiedelung von einem Bienenstock in eine benachbarte Leerkiste abläuft, kann sich in der Asphaltlandschaft einer Stadt als etwas aufwändiger entpuppen …

Schwarmzeit in der Stadt   Schwarmzeit in der Stadt

Hat etwa ein Bienenschwarm einen Zwischenstopp am Straßenrand eingelegt, rückt schon mal die Feuerweh mit einer Bienenkiste an … um bei der Übersiedelung mit Handschauferl und Handbeserl zu unterstützen. Ist erst mal die Königin in der Kiste, folgt das Volk von selbst.
Und mal ehrlich – sooo eine schicke rote Kiste hat auch nicht jedes Bienenvolk :)

Schwarmzeit in der Stadt   Schwarmzeit in der Stadt

Weitere Infos rund um Scharmzeit, Naturschwärme einfangen, Schwarmkisten basteln etc. hat „Die Bienenkiste“ zusammengestellt.
Dort ist auch ein Link zu einer deutschen Schwarmbörse, wo man gefundene oder eingefangene Bienenschwärme, die man nicht selbst unterbringt, anderen überlassen kann – nett :)

Und weil wir grad beim Thema Bienen in der Stadt sind – am 22. Mai ist Tag des offenen Bienenstocks – und am 24. Mai ist heuer im Rathaus der Wiener Bienentag.
Am Rathaus-Dach stehen bereits Bienenvölker – vielleicht kommen ja in der aktuellen Schwarmzeit noch welche von selbst angeflogen ;)


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Waldviertler Karpfen begleiten dich überall hin

von naDUr.at am 12. März 2016 – 14:03 |

Fischleder RätselWie das geht – DU wirst staunen!

Zufällig bin ich auf einem Ostermarkt über einen Fisch-Stand gestolpert.

Während die meisten Leute beim Thema Karpfen vor allem an ein festliches Essen denken, stellt ein Waldviertler Karpfenzüchter aus der Fischhaut toll gemustertes Fischleder her. Daraus entstehen Accessoires wie Handtaschen, Gürtel, Geldbörsen, Brillenetuis, Armbänder, Schuhe etc. … Es ist erstaunlich wie jedes dieser Teile zu einem einzigartigen Alltagsbegleiter werden kann.

Natürlich werden die Fische in erster Linie zum Essen gezüchtet, aber anstatt deren Haut einfach wegzuwerfen, wird daraus was Neues. Mittlerweile werden auch schon andere Fischleder erzeugt und verarbeitet:
Erkennst Du die Fischarten?
Rate einfach mal und dann markiere die Leerstelle zwischen den _Strichen_ unter den Fotos für die Lösung.

Fischleder Rätsel
Lösung: _Leder vom Karpfen_

Fischleder Rätsel
Lösung: _Leder vom Saibling_

Fischleder verschiedene
Lösung: _Leder vom Lachs – und z.T. auch Karpfen_

Falls Du dich jetzt fragst, wie jemand auf die Idee kommt, aus übriggebliebenen Fischhäuten Leder zu machen und daraus dann Gegenstände, Schmuckstücke und Bekleidung herzustellen … dann wird dich die Geschichte dazu weiter staunen lassen:
Früher war es beim sibirischen Volk der Nanai (die am Amur-Fluss lebten) ganz selbstverständlich, die Häute der gefangenen Fische nicht einfach wegzuwerfen sondern zu Leder weiterzuverarbeiten und sich daraus Kleidung und sonstige Alltagsdinge herzustellen. Damals waren Nanai fast von Kopf bis Fuss mit Fischleder bekleidet, was andere Völker natürlich irritierte und dazu führte, dass etwa die benachbarten Chinesen die Nanai als „Yupi Dazi“ bzw. „Yupi Taze“ (=Tataren/Barbaren in Fischhaut) bezeichnen. Wobei das Wort „Barbaren“ damals nur bedeutete, dass es fremde/fremdartige Menschen waren und nicht abwertend benutzt wurde.

Fischleder YupitazeAls vor ca. 15 Jahren ein Nanai-Schamane am Waldviertler Fischteich zu Besuch war, wurde die Idee zum Fischleder aus dem Waldviertel geboren. Das Label „Yupitaze“ – früher für Menschen in Fischhaut … kennzeichnet heute Accessoires aus einzig-artigem Fischleder, mit dem mensch sich einzig-artig fühlen kann :)

Auf YUPITAZE.at kannst DU online was zu Fischleder lernen, staunen & kaufen
DU kannst aber auch direkt ins Waldviertel fahren und die Fischleder-Werkstatt besuchen & dort erleben – wie das eigentlich konkret so entsteht:
Vom Fisch zur Tasche!

Und dort in der Werkstatt wirst Du dann auch staunen, wie sich so ein Fischleder konkret anfühlt, denn es ist überhaupt nicht steif sondern wirklich weich & fest – echt überraschend!

 


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