Der Stein, der Gedichte schrieb

von naDUr.at am 3. Dezember 2018 – 15:50 |

Die kurze Geschichte lautet so: Erich Fried hatte einen Stein, der ihm beim Schreiben half.

Der Stein von Erich FriedDie lange Geschichte ist folgende – und da möchte ich jetzt etwas ausholen – DU kannst ja dann die Geschichte umschreiben, kürzen oder erweitern:

Es ist Anfang Dezember – und grauslich kalt und nass.
Die schlechteste Zeit für Outdoor-Beschäftigungen ist immer auch die beste Zeit für Museums-Besuche. Ich war also im Wiener Bezirksmuseum Alsergrund – schön warm hier und voller Geschichte und Geschichten.
Dort gibt’s auch einen Raum, der Erich Fried gewidmet ist … warum, fragst Du?
Dieser Exkurs würde jetzt meine Geschichte etwas zusehr verlängern, daher nur kurz der Hinweis: Schau‘ ins Museum, dort erzählen sie dir gern auch diese Geschichte … oder Du kannst dir bei Wikipedia selbst eine Antwort zurechtlesen ;)

Zurück ins Museum … und in den Ausstellungsraum zu Erich Fried … und jetzt ganz nahe ran an eine Vitrine:
Jö, da liegt ein Stein mit einer Schnur dran … und daneben steht eine große alte Schreibmaschine.
Der Stein der Erich Fried beim Schreiben half  Die Schreibmaschine von Erich Fried

Das ist der Stein, der Erich Fried viele Jahre lang dabei half, Gedichte, Erzählungen, Briefe … zu schreiben.
Denn als bei der Schreibmaschine der Rückholmechanismus kaputt ging, hat Fried – ein Tüftler, der nicht gleich alles (eigentlich nichts) weggeworfen hat, nur weil es wo zwickte – den Stein als Rückhol-Gewicht angebunden.

Kannst Du dir vorstellen, wie das dann ausgesehen hat?
Die Schreibmaschine stand am Schreibtisch.
Links vom Schreibtisch hing die Schnur mit dem Stein dran – und reichte fast bis zum Fußboden.
Jeder getippte Buchstabe hat den Stein Stück-für-S-t-ü-c-k nach oben z-u-c-k-e-n lassen …
Jeder notwendige Zeilenwechsel hat den Stein wieder rrruuunter-rutschen lassen.
Und so entstanden – Buchstabe für Buchstabe – Zeile für Zeile – während der Stein munter rauf hopste und runter rutschte – Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte und Warngedichte …
Vielleicht kennst Du ja das eine oder andere Gedicht von Erich Fried?

Vielleicht war der Stein auch dabei, als das Gedicht – Die Zeit der Steine – entstand?

Vielleicht haben ja der Dichter und der Stein miteinander geredet?
Vielleicht kommt daher auch die Zeile im Gedicht:
Wer die Steine reden hört weiß, …

Wer weiß, vielleicht hat der Stein den Dichter nicht nur jahrelang beim Schreiben geholfen, sondern auch beim Nachdenken?

Nun, ich zumindest denke:
Der Stein schrieb Gedichte – mit Erich Fried
Nun schreibt er – hier unter naDUr.at auch seine eigene Webgeschichte – mit mir ;)

Und vielleicht inspiriert er dich zu einer ganz eigenen Geschichte,
wenn Du ihn besuchen kommst – in seiner Vitrine in Bezirksmuseum Alsergrund.


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Ganslstrich … am Neusiedler See

von naDUr.at am 4. Oktober 2018 – 13:47 |

"Ganslstrich" - an der Langen Lacke

„Ganslstrich“
Nunja, eigentlich wollt ich das Foto ja anders benennen – schon aus Jugendschutzgründen – aber es stimmt ja und passt:
„Am Himmel erkennt man … deutlich lange Gänsestriche – eine sehenswerte und beeindruckende Formation.“ (vgl. www.apetlon.info)

Warum alle Jahre wieder im Herbst sich dieses Himmelsphänomen an der Langen Lacke ereignet, fragst DU am besten die Rangerinnen und Ranger im Nationalpark Neusiedlersee Seewinkel selbst, weil da kannst DU auch gleich live miterleben welche unheimlichen Geräusche so eine Gänseschar macht, wenn sie über deinem Kopf hinweg zur Landung ansetzt.

Gänse im Landeanflug

Falls sie nicht alle mit dem Kopf unter Wasser oder unter den Daunen in den Lacken und Pfützen rumwuseln und schmausen.

Gänse versammeln sich in den Lacken

Und pack dir auch selbst ein bissi was zum Jausnen ein – es gibt dort nicht nur für Gänse sondern auch für Menschen idyllische Rast- & Jausenplatzerl …

Lange Lacke - Rastplatz für Menschen

Nebenbei: Die <:3)~~ Maus hat sich vorgenommen, das nächste Mal ein Kopftuch mitzunehmen – der Herbstwind hat ihr derart die Ohren durchgeblasen, dass sie am Heimweg von einem leichten Pfeifen begleitet wurde.


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Wildkater – total unwild

von naDUr.at am 17. November 2017 – 14:31 |

Wildkatzen sind wild und scheu … könnte man denken.
Kommt drauf an … möchte ich hier nach einem ZOO-Besuch deponieren.

Ein Wildkatzen-Kater schaute mich zuerst super souverän an …

Wildkatze - Wildkater

… aber dann schaute die ganze Situation einfach nur suuuuper niedlich aus …

Wildkatze - Wildkater

Wir Menschen können ja fast unendlich lang dabei zuschauen, egal was Katzen grade so machen … selbst wenn sie nur schlafen.
Das zeigt sich dann z.B. bei den unendlich vielen Webvideos, die gepostet und geteilt werden. Na, bist DU auch so ein Mensch, der auf jeden Link klickt, der zu Katzenvideos führt?!

Erwischt!? ;)

Nebenbei: In Österreich lebt in jedem 4. Haushalt mindestens eine Katze.
Insgesamt gibt’s hierzulande rund 1,2 Millionen Stubentiger (da ist die Wildkatze-in-Österreich gar nicht mitgerechnet) – das sind 4,8 Millionen Samtpfoten, mit insgesamt rund 24 Millionen – also 24.000.000 Krallen.
Die Maus <:3)~~ findet dieses Gedankenspiel ganz und gar nicht amüsant und ist grad reichlich unentspannt geworden …


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Ei-Ei-Ei … Ei-dechsen

von naDUr.at am 25. Juli 2017 – 09:22 |

So ne Überraschung – quasi Ü-Eier gefunden!

Und das kam so: Ein kleiner Rosenbusch sollte mit etwas Erde einen größeren Topf bekommen … keine HexerEI, ei-gentlich.
Doch schon das zweite Schauferl beförderte ein ei-genartiges Kugerl in das Küberl …

Als dann immer mehr Kugerl sichtbar wurden, musste ich mir das genauer anschauen – und siehe da: Eier!

Eidechsen-Eier in Erdhaufen

Nicht so wie zu Ostern. Klein, fast winzig – ledrige Schale, sehr sauber.
Die <:3)~~ Maus hatte gleich einen Verdacht – ich hab noch schnell das Internet befragt und – JA, es sind Eidechsen-Eier :)

Der Erdhaufen wurde wieder zugeschüttet – nicht ohne vorher noch schnell zwei Fotos zu machen :)
Und jetzt warten die <:3)~~ und ich darauf, dass die Sonne die Baby-Eidechsen ausbrütet … das kann (je nach Wetter) schon mal 2 Monate dauern.
Nachdem der Erdhaufen erst knapp einem Monat existiert – kann es wohl nochmals gut einen Monat dauern bis sich die Kleinen aus der Schale gepellt haben. Sicherheitshalber wird daher der Haufen heuer nicht mehr weiterverwendet – wer weiß, vielleicht werden ja noch weitere Eier dazugelegt.

… In der Zwischenzeit hat auch der Rosenbusch seinen größeren Topf bekommen und die Erde wurde – aus einer Mulde entnommen, denn alle Haufen sind heuer verdachtshalber den Ei-dechsen vorbehalten.


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Heidelbeeren im Mai sind Maibeeren

von naDUr.at am 28. Mai 2017 – 11:33 |

Wenn Du im Mai zufällig über Blaubeeren stolperst und dann auch so stutzt wie ich und dir denkst:
Wie kommen denn die Heidelbeeren in den Mai?
Dann guck nochmals genauer hin – denn mit hoher Wahrscheinlichkeit hast du Maibeeren entdeckt :)

Maibeere am Strauch

Und jetzt noch eine kleine Wortparade für Ausgefuchste:
Heidelbeere = auch bekannt und benannt als Blaubeere, Schwarzbeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Bickbeere, Zeckbeere, Moosbeere oder Heubeere … aus der Familie der Heidekrautgewächse.
Maibeere = auch benannt aber weniger bekannt als Kamtschatka-Heckenkirsche, Sibirische Blaubeere, Honigbeere oder Gimolost … aus der Familie der Geißblattgewächse.

Alles klar? ;)
Aber eigentlich ist der Name egal, weil eigentlich sind beide einfach mmmmhhh, lecker!
Und mit viel Glück kannst Du dich von Mai bis September durch allerlei Blaue Beeren naschen <:3)~~


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