grüner Ast mitten im Winter
von naDUr.at am 27. Januar 2012 – 09:25 |Das fällt naDÜrlich auf in dieser grauen Jahreszeit.
Ein grüner Ast – an einem kahlen Baum.
Und doch ist es mehr als eine willkommene optische Abwechslung – es ist ein Statement, eine politische Aktion, ein Hinweis auf eine Alternative, eine Option … denn warum z.B. ist hier kein lebendiger Ast mehr, der geschmückt werden kann?
Öffentlicher Aktivismus abseits schnell hingesprayter Scribbles ist vielfältig – und genauso vielfältig wie seine Erscheinungsformen sind auch seine Botschaften und seine Wahrnehmungsformen – und daher gibt es auch viele Bezeichnungen dafür:
Yarn Bombing – T3xtiles Graffiti – Guerilla Knitting – Proteststricken & Protestweben – … das sind Techniken und Aktivitäten, die wieder Aufmerksamkeit – zwischen <Aktivismus> <Streetart> und wie der grüne Ast im Wiener Winter zeigt, auch <Landart> – erzeugen (können).
Das freut!
Denn naDÜrlich ist die Schulung von Aufmerksamkeit ein ganz wesentlicher Punkt, um den Blick nach außen und innen zu schärfen und um auch die Natur rundum bewusst(er) wahr zu nehmen.
Mal schauen, vielleicht bekommt die grüne Astprothese am kahlen Baum ja im Frühling noch frische Blüten drangehäckelt?
Gibt’s Freiwillige, die das übernehmen wollen – jetzt im Winter, den Frühling basteln?
Hier einige Ideen für Aktive!
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Tags: Aktion, Baum, Kunst
Hintaus – rückblickend voraus gedacht
von naDUr.at am 12. November 2011 – 18:11 |
Was in der Südsteiermark “der/die Klapotetz” – ist in Niederösterreich “das Hintaus“.
Beides ein naturnahes Kulturgut mit sozialer Dimension und emotionaler Verbundenheit für all jene, die damit aufgewachsen sind.
Hintaus ist dort, wo sich das wahre Leben abspielt …
So lässt sich vielleicht kurz das zusammenfassen, was sich nicht – auch nicht in Wikipedia – leicht erklären lässt ;-)
Vorne an der Hauptstraße ist alles ordentlich hergerichtet – für die Blicke der Nachbarn, der Dorf-BesucherInnen und der Durchreisenden – aber hinten, dort wo die Scheune und der Stall stehen, die Wirtschaftzzufahrt ist und der Weg direkt in die Felder führt, dort hat alles seine eigene Zeit, einen eigenen Platz und eine Bedeutung, die sich nur jenen erschließt, die sich auf diese Dynamik einlassen.
“Die Wunderwelt Hintaus ist jener Bereich, mit dem viele von uns Kindheit und Lausbubenstreiche, wilde Himbeeren und Entdeckungsreisen verbinden” – heißt es in einem Themenschwerpunkt 2009 der Initiative “NÖ gestalten”, des Amtes der Niederösterr. Landesregierung. 2011 gab’s dazu einen Hintaus-Wettbewerb, um sich den aktuellen “Lebensraum Hintaus” genauer anzuschauen und um zu erkunden, was das Hintaus heute so ausmacht.
Der Verein Kleine Welt aus Bad Fischau (NÖ) und naDUr.at haben gemeinsam das Projekt “Hintaus-Erlebnis-Tour für Kinder und Familien” zusammengestellt. Es wurden die heute unscheinbaren Plätze im Ort mit Geschichten und Funktionen von gestern erlebbar gemacht – dabei entstanden dann vielen Ideen, wie das Besondere für morgen erhalten und (wieder)belebt werden kann.
Hintaus-Plätze sind
SCHAU:Plätze – STAUN:Plätze – ERLEB:Plätze – NACHDENK:Plätze – BE- und VERZAUBER:Plätze – LERN:Plätze
Es ist für uns im Ort eine Herausforderung buchstäblich “neue Wege” zu gehen – und uns Gedanken über die “Erlebbarkeit” solcher unbewusster Orte zu machen … solange es sie noch gibt!
Vielleicht gibt es sie ja dann noch länger – für Jung und Alt?
(Einleitung aus der Projektmappe zur Hintaus-Erlebnis-Tour für Kinder und Familien in Bad Fischau)
Die Bad Fischauer Hintaus-Erlebnis-Tour vom Verein Kleine Welt hat nicht nur den Kindern (zur Fotogalerie) sondern auch der Jury des NÖ-gestalten-Wettbewerbs gefallen – das Projekt wurde am 11.11.2011 in St. Pölten mit dem 1.Platz ausgezeichnet :-)
Weitere tolle Hintaus-Projekte aus Niederösterreich sind auch auf der Website von “NÖ-gestalten” zu bewundern: Die Preisverleihung und Die Gewinner/innen
Solche Projektbeispiele könntest DU als Inspiration für eigene Touren ins heimische Hinterland nutzen – denn ein Hintaus gibt es eigentlich überall wo DU beginnst, hinter die schöne Fassade zu schauen und dort das wahre Leben, die alten Geschichten und die neuen Möglichkeiten zu entdecken
… Du musst nur einfach mal hint-aussi gehen!
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Tags: Aktion, Programm, Spiel, Termin
Wovon Igel derzeit träumen
von die <:3)~~ am 5. November 2011 – 16:21 |Gestern spazier ich – die <:3)~~ – so durch die Stadt …
Aus der U-bahnstation heraus, beim Würstelstand vorbei, am Zebrastreifen über die Straße – rüber Richtung Park und dann … musste ich einem Haufen ausweichen …
Nein, nicht was Du jetzt denkst und gleich die Nase rümpfst – es war kein Hundehaufen, sondern ein saisonal bedingter Laubhaufen :-)
Ja und während ich überlege, wie ich meine gewohnte Spazierrute nun abändere – war mir plötzlich klar:
Von so einem Haufen träumen Igel derzeit!
Das wäre ein Wintertraum ganzer Igelfamilien – da hätten die Eltern, die Kinder und auch noch die Tanten, Onkeln und Cousinen ein kuschelig Plätzchen zum Überwintern. Das ist schon mehr als nur eine Igelburg – das ist ein Igelschloss, ja ein ganzes Igeldorf …
Nun ja, träumen darf man ja … in der Realität würden es aber wohl nicht viele Igel sicher über den nahen Zebrastreifen zwischen die Autos hindurch schaffen, um für ein paar Monate zwischen den raschelnden Blättern zu verschwinden.
Wenn Du also derzeit – z.B. neben der Straße - einen verletzten oder unterernährten (leichter als ~700g) Igel findest, dann bring ihn unbedingt zur Tierärztin oder dem Tierarzt. Die können nicht nur der kleinen Stachelkugel, sondern auch dir helfen – weil der Kleine ist zu schwach für einen Winterschlaf und braucht einige Zeit deine Pflege.
Die Tierärztin wird dir sagen, was Du dem Stacheltier füttern sollst (Igel sind nämlich Insektenfresser und keine Apfel+Körnerfreunde) – und wie die Schlafhöhle deines neuen Gastes ausschauen soll. Und sobald er dann wieder fit und fett ist, solltest Du ihn unbedingt nach draußen bringen – an einen sicheren Platz mit einer gut gepolsterten Schlafburg mit Blättern und Stroh, wo er dann bis März von groOoßen Laufhaufen träumen kann :-)
Ach übrigens - falls Du dich grad gefragt hast, oder Du es einfach wissen willst, wie eine Maus den Winter übersteht? Ich kann dir sagen – ich hab’s nicht leicht! Hab mir zwar einen Winternotvorrat angelegt, bin aber auch bei Schnee und Kälte dauernd unterwegs auf Nahrungssuche und friere mir die Zehenspitzen ab. Aber es gibt zum Glück euch Menschen – ihr füttert gern die Vögel und dabei fällt auch immer wieder was für uns Mäuse ab – Danke, wollt ich euch da einfach mal sagen!
. . . . . . . . . erzählt dir so die <:3)~~ . . . . . . . . .
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Tags: <:3)~~, Aktion, Laub





