weißer Frühling … so schön weich!

von naDUr.at am 18. April 2019 – 17:24 |

Stell dir vor, Du stehst an einer Bus-Haltestelle und wartest – so wie ich heute. Und plötzlich kullern weiße Flaumflocken an dir vorbei …

Frühling im weißen Flaum

Na klar, war ich erstaunt – dann neugierig – und dann überrascht!
Im Park hinter mir hat (!) EINE Pappel ihre Samenflocken (auch „Pappelwolle“ genannt) in den Wind entlassen … und doch war der halbe Park weiß bedeckt:

Frühling in weiß Frühling in weißem Flaum Frühling in weiß Pappel im Frühling

Großartiges Erlebnis – und na klar, hab ich da voll reingreifen müssen – hättest DU doch sicher auch gemacht :)

weißer Frühling - Park mit Flaum bedeckt

Nebenbei: Die Maus hat sich einige Flocken für ihr Nestchen eingepackt … ich vermute mal, die wird beneidenswert gut schlafen heute Nacht. Und wenn sie morgen zu spät kommt, weil sie nicht aus den Federn/sorry: den Flaumflocken kommt, ist das toooootal verständlich, oder?! <:3)~~


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Ich lerne gerne! Und DU? 2019

von naDUr.at am 1. April 2019 – 10:24 |

Logo-Button: Ich lerne gerne! Und DU?www.naDUr.at macht mit bei der Initiative
„Ich lerne gerne! Und DU?“

2019 lade ICH (Klaudia) Neugierige – wie DICH? – ein:

Natur auf kleinem Raum zu entdecken – im Rahmen von kurzen, kostenfreien

Fokus-Runden … im Park ums Eck (1150 Wien)

Einfach vorbeikommen & mitmachen!
Für Neugierige ab 10 und bis 88+ Jahre
Von April bis September, jeweils am 2. Mittwoch im Monat – bei jedem Wetter*) Jeweils in einem anderen Park in 1150 Wien
(Details unter www.ichlernegerne.at)

DU bist neugierig? Komm vorbei, um gemeinsam einen Grätzl-Park „unter die Lupe zu nehmen“ – und dabei neue Details zu entdecken oder Bekanntes mal „anders“ zu sehen.

Termine 2019 – April bis September
Jeweils am 2. Mittwoch im Monat wird gemeinsam ein anderer Park in 1150 Wien erkundet – mit Fokus auf die Natur in diesem kleinen Freiraum.
Dauer ca. 1 Stunde lang mitmachen & mitentdecken.

  • Mi., 10. April 2019 – Rohrauerpark, 1150 Wien
  • Mi., 8. Mai 2019 – Auer-Welsbach-Park, 1150 Wien
  • Mi., 12. Juni 2019 – Märzpark (& Vogelweidpark), 1150 Wien
  • Mi., 10. Juli 2019 – Diwisch-Park & Dadlerpark, 1150 Wien
  • Mi., 14. August 2019 – Forschneritschpark (& Wieningerplatz), 1150 Wien
  • Mi., 11. September 2019 – Kuranda-Park & Sechshauserpark, 1150 Wien
    … evtl. gibts noch einen Termin im Oktober

Alle Details unter www.ichlernegerne.at – keine Anmeldung notwendig!
*) Bei jedem Wetter, daher bitte dem Wetter angepasste Kleidung tragen – Danke!

ICH freu mich, DICH kennenzuLERNEN!


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Vorschau: Buchenwald 2120

von naDUr.at am 31. März 2019 – 11:12 |

Im Frühling schießt und sprießt jeder Keimling ins Licht …
Hier siehst Du z.B. eine Hand voll Buchenwald für das Jahr 2120.

Rotbuchen für den Wienerwald im Jahr 2120

In 100 Jahren könnte aus diesen kleinen Bucheckerlingen die neue Generation „Wiener Wald“ gewachsen sein … zumindest theoretisch.

Praktisch wird wohl keine dieser Baby-Rotbuchen groß werden … die einen werden gefressen, den anderen wird es zu dunkel werden, wenn erst die großen Bäume ihre Blätter haben. Und der Rest, der es dennoch bis zur Gestüpp-Höhe schafft, wird dann im Zuge der forstwirtschaftlichen „Jungbestandspflege“ in den ersten 10-15 Jahren laufend „bereinigt“ – bis: „Der Abstand zwischen den erwachsenen Zukunftsstämmen … im Endbestand bei Laubholz zwischen 10 und 12 Meter“ beträgt. Damit sind wir auch schon am Ende einer Zukunftsromantik für den aufkeimenden Buchenwald im Frühling 2019 – siehe obiges Bild ;)

Aber auch nicht sehr tragisch: Alle paar Jahre kommt es zu einer überdurchschnittlich hohen Samenproduktion – vor allem nach heißen, trockenen Sommern. Diese Jahre werden auch Mastjahre genannt, weil früher die Tiere – u.a. Schweine – in dieser Zeit besonders viel Samen zu fressen hatten und entsprechen viel Speck ansetzten.
Irgendwann schafft es dann eine kleine Buchecker und wird zur Buche.
Und wenn sie nicht durch Sturm umgeblasen oder im Alter von 80-100 Jahren „geerntet“ wird, dann kann daraus ein richtiger Charakterbaum werden, der vielleicht sogar zum Naturdenkmal erklärt wird …

Am Wiener Rathausplatz steht als Naturdenkmal Nummer 562 eine Rotbuche.
Geh sie doch mal besuchen!
Oder such dir einen ganz eigenen Baum als Denk!mal aus – vielleicht gleich heute als Keimling im Frühlingswald?!  Und begleite diesen Baum durch einige Jahre, Jahrzehnte …


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Staun Baum … wissen statt fürchten

von naDUr.at am 12. Dezember 2016 – 09:19 |

Eigentlich hat es als WoW-Augenblick für mich gegonnen …

Staunen über Baumobjekt: Hornissen-Nest

Als dann aber eine Oma neben mir auch in den Baum hochgeschaut hat, weil sie meine Kamera entdeckt hat … und sie dann ihren beiden Enkerln erklärt hat, dass da ein Vogel drinnen wohnt … hab ich erst recht gestaunt …
… und sogleich den Kopf geschüttelt und gesagt:
„Nein nein, das ist ein Hornissen-Nest, kein Vogel-Nest!“

Und was denkst Du ist dann passiert?
Die Oma hat die Kinder genommen, sich weggedreht und gemeint: „Kommt schnell hier weg, da wohnen ganz schreckliche Tiere …“
Jetzt war ich echt paff …

Damit DU dich bei deiner nächsten Hornissen-Nest-Entdeckung nicht fürchtest sondern beeindruckt staunen kannst, hier ein paar Punkte zum Wissen rund um dieses (großteils geschützte Insekt) aus der Wespenfamilie:

  • Ein Hornissenstaat ist einjährig – nur eine Jungkönigin überlebt für das nächste Jahr.
  • Hornissen überwintern einzeln – zumeist in geschützten Baumspalten.
  • Hornissen legen jedes Jahr ein neues Nest an – alte Nester sind also leer.
  • Hornissen sind friedlicher als Bienen und normale Wespen – sie flüchten, außer Du bedrohst ihr Nest.
  • Hornissen-Gift ist – bis zu 15mal – schwächer als das einer Honigbiene.
  • Die Überwinterung von Hornissen dauert zwischen 6 und 8 Monate – Du wirst im Winter also keine Hornissen sondern höchstens die alten, leeren Nester der vergangenen Generation entdecken …

… daher kannst Du über dieses beeindruckende Objekt hoch oben im kahlen Baum – jetzt im Winter ganz in Ruhe – staunen!
Staunen über Baumobjekt: Hornissen-Nest auf einem Maroni-Baum

Nutz doch die ruhige Winterzeit, um mehr über die Hornisse und ihren kurzen Lebenszyklus zu lernen, damit Du nächstes Jahr etwas über dieses Insekt weißt und dich nicht fürchtest, wenn Du es siehst.

 


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Was stinkt denn da – zur Weihnachtszeit?

von naDUr.at am 6. Dezember 2016 – 13:40 |

Es ist sooooo ein toller klarer, blauer Wintertag gewesen …
Eiskalt, aber super Farben beim Fotografieren am Rathaus-Platz … bis, ja bis die Nase trotz Kälte aktiv wurde und sich rümpfte. Schnupper schnupper …
Ja, kein Zweifel – da ist irgendwo ein weiblicher Ginkgo-Baum in der Nähe! 
Siehe da – die Nase hat ihn vor den Augen entdeckt ;)

weiblicher Ginkgo Baum beim Wiener Rathaus

Ginkgos sind zweihäusig – es gibt männliche und weibliche Bäume.
weiblicher Ginkgo Baum beim Wiener RathausWenn sie gesetzt werden – etwa in Parks – kann man sie aber nicht unterscheiden. Erst wenn sie groß sind, so mit 20-30 Jahren erkennt man, ob ein Baum Samen produziert und daher weiblich ist. Wenn man den Geschichten glauben darf, dann kann er einige tausend Jahre alt werden – was sind da schon 20 Jahre bis zur Geschlechtsreife ;)

Während die einen über die Ginkgo-Stink-Kugeln die Nase rümpfen, freuen sich die anderen über die Samen und Blätter. Beiden werden als Tees, Pulver oder Kerne oft magische Kräfte zugeschrieben – Ginkgo-Extrakte werden mittlerweile sogar in der westlichen Medizin genutzt.

Überhaupt ist der Ginkgo-Baum von großer Symbolkraft und mit entsprechend beeindruckenden Geschichten umgeben. Einerseits werden Ginkgos in Asien als Tempelbäume und Wohnorte von Geistern gefürchtet und verehrt. Andererseits erzählt eine Geschichte davon, dass ein Ginkgo-Baum bei der Atombomben-Explosion in Hiroshima in Flammen aufging – aber bereits im selben Jahr wieder ausgetrieben hat und weiterlebte.
Sechs weitere Ginkgo-Bäume die die A-Bombe überlebten sind dokumentiert.

Apropos Ginkgo & Feuer!
Ginkgo Keramik WienAm selben Abend, als ich den Baum am Wiener Rathaus-Platz erschnupperte, hab ich auf einem Kunst-Weihnachtsmarkt Romana Widder-Lunzer kennengelernt – nun eigentlich hab ich zuerst ihre gebrannten Ginkgo-Keramiken entdeckt … und dann sind wir ins Gespräch gekommen und haben uns gegenseitig vielerlei Geschichten über diesen besonderen Baum erzählt.

Sie hat mir berichtet, wie einfach es ist, kleine Ginkgo-Bäume selbst zu ziehen und dass sie jedes Jahr im Frühling einen kleinen Wald großzieht, um ihn dann bei ihrer Frühlingsausstellung an Besucher*innen zu verschenken. Wir haben uns zu den verschiedenen weiblichen Ginkgo-Standorten in Wien ausgetauscht und sind gemeinsam über den riesigen denkmalgeschützten Baum beim Schönbrunner Park ins Schwärmen gekommen.

Ginkgo Keramikatelier Wien

Willst DU dich auch von der Magie der Geschichten, Erfahrungen & Keramiken begeistern lassen?
Jetzt vor Weihnachten gibts noch einige Termine am 10.+11.12. sowie 15.-18.12.2016 in Wien, um Romana Widder-Lunzer und ihre Werke kennen zu lernen. Und dann nutz die Gelegenheit und frag sie doch, warum der Ginkgo auch „Großvater/Großmutter-Enkel-Baum“ genannt wird ;)


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