Staun Baum … wissen statt fürchten

von naDUr.at am 12. Dezember 2016 – 09:19 |

Eigentlich hat es als WoW-Augenblick für mich gegonnen …

Staunen über Baumobjekt: Hornissen-Nest

Als dann aber eine Oma neben mir auch in den Baum hochgeschaut hat, weil sie meine Kamera entdeckt hat … und sie dann ihren beiden Enkerln erklärt hat, dass da ein Vogel drinnen wohnt … hab ich erst recht gestaunt …
… und sogleich den Kopf geschüttelt und gesagt:
„Nein nein, das ist ein Hornissen-Nest, kein Vogel-Nest!“

Und was denkst Du ist dann passiert?
Die Oma hat die Kinder genommen, sich weggedreht und gemeint: „Kommt schnell hier weg, da wohnen ganz schreckliche Tiere …“
Jetzt war ich echt paff …

Damit DU dich bei deiner nächsten Hornissen-Nest-Entdeckung nicht fürchtest sondern beeindruckt staunen kannst, hier ein paar Punkte zum Wissen rund um dieses (großteils geschützte Insekt) aus der Wespenfamilie:

  • Ein Hornissenstaat ist einjährig – nur eine Jungkönigin überlebt für das nächste Jahr.
  • Hornissen überwintern einzeln – zumeist in geschützten Baumspalten.
  • Hornissen legen jedes Jahr ein neues Nest an – alte Nester sind also leer.
  • Hornissen sind friedlicher als Bienen und normale Wespen – sie flüchten, außer Du bedrohst ihr Nest.
  • Hornissen-Gift ist – bis zu 15mal – schwächer als das einer Honigbiene.
  • Die Überwinterung von Hornissen dauert zwischen 6 und 8 Monate – Du wirst im Winter also keine Hornissen sondern höchstens die alten, leeren Nester der vergangenen Generation entdecken …

… daher kannst Du über dieses beeindruckende Objekt hoch oben im kahlen Baum – jetzt im Winter ganz in Ruhe – staunen!
Staunen über Baumobjekt: Hornissen-Nest auf einem Maroni-Baum

Nutz doch die ruhige Winterzeit, um mehr über die Hornisse und ihren kurzen Lebenszyklus zu lernen, damit Du nächstes Jahr etwas über dieses Insekt weißt und dich nicht fürchtest, wenn Du es siehst.

 


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W.ach-Möwen …

von naDUr.at am 24. November 2016 – 16:47 |

Da hat die <:3)~~ aber Augen gemacht – und das Lachen ist ihr zwischen den Barthaaren gefroren!

wach-moewen800
Das Schild „Betreten … behördlich verboten“ ist ja an sich schon beeindruckend – aber dass der Zutritt auch noch von W.ACH-Möwen bewacht wird, hat schon fast was Einschüchterndes … auf jeden Fall vergeht einem da das Lachen … sogar den Möwen ;)

Jetzt im Winter trägt dieses Federvieh übrigens ihr „Schlichtkleid“ – im Frühling wenn die Balz losgeht dann ein „Prachtkleid“ mit schwarzem Kopf … und wenn dir mal ein ziemlich schmutzig wirkender Federball unterkommt, dann ist das eine Lachmöwe im „Jugendkleid“.

So, und wenn Du dich jetzt vielleicht fragst, warum die Lachmöwe eigentlich „Lach“-Möwe heißt: Hör mal hier in diese Video&Sound-Sammlung von „The Internet Bird Collection“ hinein – aber wundere dich nicht allzusehr, ich und die Maus konnten beim besten Willen und auch mit der besten Absicht nirgendwo ein „Lachen“ in die Geräusche hineininterpretieren. Wikipedia erklärt, dass das Lachen in ihrem Möwennamen von der wörtlichen Übersetzung ihres lateinischen Namens Larus ridibundus stammt – na schön, aber woher kommt der lateinische Name?
Ist ja auch nicht so wichtig – ab sofort sind mir die Lach-Möwen ohnehin mehr als Wach-Möwen in Erinnerung ;)

Und was ist mit dir?
Geht doch hinaus ans Wasser und schau nach, ob die Möwen bei dir wachen oder lachen :)


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Kurioses: Schnecken-Schmaus-en in Wien

von naDUr.at am 13. September 2016 – 10:19 |

Schneckenbaum in WienHast DU gewusst, dass es in Wien mal eine Weinbergschnecken-Zucht gegeben hat?

Ich auch nicht! Bis vor kurzem.
Da hat mir nämlich eine Freundin eine alte Zeitschrift geschenkt:
„Schneckenfarm“ war die große Überschrift aus dem Jahre 1936 … und der Artikel informierte darüber, dass in Hütteldorf Weinbergschnecken für französische Konservenfabriken produziert wurden.
Bis hier hin, war die Sache spannend und auch ein bissi kurios – aber eben Vergangenheit.

80 Jahre später – also heute – spazier ich Richtung Hütteldorf … und stutze:
Da sitzen doch tatsächlich massenhaft Weinbergschnecken neben der Straße – auf Bäumen! Kurios! … denk ich noch – und seh mich weiter um.

Hunderte Weinbergschnecken sitzen und picken da auf Baumstämmen, auf Zäunen, Stromkästen … und auf Plakatwänden. Kurios!?
Aber es geht noch kurioser!

Frag dich doch mal: Was tun die Schnecken alle da?!
Hunderte Schnecken fressen die Plakate von den Plakatwänden! ECHT KURIOS!

Weinbergschnecken in Wien  1936 und 2016

Damit ist eines klar: Papier ist ein natürlicher Rohstoff – und wird bei (jeder) Gelegenheit auf natürliche Weise recycled/verwertet. Und: Wer Weinbergschnecken zum eigenen Verzehr sammelt, sollte darauf achten, WAS sie gefressen haben …

NOCH KURIOSER wäre es natürlich, wenn sich herausstellt, dass die heutigen Wiener Plakat-Schnecken aus dem Jahr 2016 die Nachkommen der ent“laufenen“ Zuchtschnecken aus dem Jahre 1936 sind.
Schnecken verschmausen ein Plakat in WienDenn eines hab ich auch gleich gemerkt: Die Schnecken gehören nicht zu den bei uns verbreiteten, großen Gewöhnlichen sondern zu den Gefleckten Weinbergschnecken, die es gern wärmer haben und Winterfrost nur schlecht vertragen, weil sie keinen schützenden Kalkdeckel zur Überwinterung ausbilden. Das spricht dafür, dass sie in unseren Breiten eigentlich „gepflegt und gehegt“ werden wollen – was in einer Schneckenfarm das Tages“geschäft“ war ;)

Schneck frisst Plakat in WienNebenbei: Bei so vielen 100ten Schnecken auf einem Platz, hab ich naDÜrlich die Gelegenheit genutzt, und nach einem Schneckenkönig Ausschau gehalten … leider ohne Erfolg – vielleicht braucht es ja wirklich 10.000de von ihnen, um einen König bzw. eine Königin (Weinbergschnecken sind Zwitter) zu entdecken.


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Hallo, ich bin eine Eule!

von naDUr.at am 17. Juli 2016 – 19:02 |

Ja echt! Ich bin eine Eule!

Ahorneule - Raupe

Was guckst Du?
Ich bin eine Eule und ein Schmetterling!
Da guckst Du! Was?

Guckst Du hier – dann ist dir alles klar ;)
Und jetzt „baba“ … ich zieh heut Abend noch um die Bäume …


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Blatt ohne Laus aber mit Schrecken

von naDUr.at am 21. Juni 2016 – 13:10 |

Auf den ersten Blick dachte ich ja, dass da – schooooon wieder – eine Blattlaus auf der Rose sitzt.

Heuschrecken-Baby bzw. Larve

Erst auf den zweiten Blick hat sich gezeigt:
Jööööö – eine Baby-Heuschrecke!
Also eigentlich ja eine Heuschrecken-Larve noch ziemlich am Anfang ihrer Entwicklung hin zu einer Langfühlerschrecke.

Bis der kleine Schrecken ein großer Schrecken ist, muss er noch einiges fressen und sich beim Wachsen auch noch des öfteren Häuten.
Übrigens frisst dieser Kleine hier durchaus auch Blattläuse – was ihn doch gleich nochmal sympathischer macht :)
Als Langfühlerschrecke ist er nämlich durchaus ein Allesfresser – während Kurzfühlerschrecken als reine Pflanzenfresser bekannt sind.

Apropos Blattlaus

Manchmal lohnt sich doch ein zweiter Blick, um in einer Laus einen Schreck zu erkennen ;)
Schau dich doch auch 2x in der Natur um!


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