Spanner sind unterwegs

von naDUr.at am 19. Juli 2011 – 09:48 |

Spanner - SchmetterlingsraupeBevor ein Schmetterling ein Schmetterling ist, ist er eine … Puppe.
Und davor ist er eine Raupe.

Dass es ganz ganz viele verschiedene Schmetterlinge gibt, ist dir vermutlich schon aufgefallen ;-)
Es gibt aber auch ganz ganz viele verschiedene Raupen – große und kleine und mittlere und winzige, schwarze und braune und grüne, pelzige und glatte und stachelige, und und und …auch sehr witzige übrigens.

Bei den Schmetterlingen gibt es verschiedene Familien: z.B. die Ritterfalter, die Weißlinge, die Eulen, die Widderchen, die Schwärmer, die Spinner und eben auch die Spanner …

Eine Spanner-Raupe kannst Du sehr gut an der Art ihrer Fortbewegung erkennen:
Spanner-Raupe Spanner-Raupe

Diese Bewegungsart ergibt sich dadurch, dass die Spanner-Raupen in der Mitte ihres Körpers keine Beine haben.
In Aktion schaut das dann so aus …

Spannend diese Spanner!

Die Familienbezeichnung Spanner kommt tatsächlich daher, dass die Raupen durch die Art ihrer Fortbewegung eine Spanne nach der anderen abmessen. Im Englischen heißen sie daher auch “inch moths” – Zollmotten :-)
1Zoll/inch=2,54cm … aber Spanner gibts in allen möglichen Größen …


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die Fühler der Heuschrecken

von naDUr.at am 9. Juli 2011 – 09:11 |

In der Wiese wimmelt es nur so von kleinen Tieren.
Diese genauer zu betrachten ist oft schwierig, weil die Zwerge gleich davon hüpfen, fliegen, krabbeln – oder was ich als Fluchtverhalten besonders lustig finde – lassen sich einfach vom Grashalm runterfallen und verschwinden so im Stengelgewirr. Eine Becherlupe, ein leeres Olivenglas oder ein durchsichtiger Plastikbecher können da recht hilfreich sein, um die menschenscheue Wiesenfauna kurz genauer unter die Lupe zu nehmen – bevor sie wieder freigelassen wird.

Heuschrecken hört man meist bevor man sie überhaupt sieht.
Und wenn sie sich dann auch noch – kurz im Vorbeihüpfen – zeigen, dann hast Du die Gelegenheit, sie anhand ihrer Fühlerlängen einzu”ordnen” in die Insektenordnung der Kurzfühlerschrecken (weltweit ca. 10.000 Arten) oder der Langfühlerschrecken (weltweit ca. 8.000 Arten).
Hier kannst Du das gleich mal ausprobieren:
Kurzfühler Langfühler
(Wer von den beiden ist hier wohl eine Langfühlerschrecke?)

Übrigens:
Wenn Heuschrecken aus dem Ei schlüpfen, sind sie winzig und wachsen dann in dem sie sich laufend häuten. Babyheuschrecken erkennst Du daran, dass sie noch keine Flügel haben.

Übrigens:
Ein Heupferd ist eine Heuschrecke, aber ein Grashüpfer ist kein Heupferd – kennst dich aus?! ;-)
Hier die Erklärung (falls Du nicht selbst nachrecherchieren willst, markier die leere Stelle zwischen den Unterstrichen)
_Heupferde gehört zu den Langfühlerschrecken – Grashüpfer wird eine Familie der Kurzfühlerschrecken genannt._

In der Wiese kannst Du nun Schrecken mit einem Blick auf die Fühler als Lang- oder Kurzfühlerschrecken identifizieren.
Demnächst schauen wir uns dann das Hinterteil der kleinen Springer genauer an …


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Der Wurm in der Kirsche

von naDUr.at am 19. Juni 2011 – 12:18 |

Kirschen und Weichseln locken gerade zum Naschen!
Saftig, süß oder säuerlich – jedenfalls immer mit einem misstrauischen Blick begleitet, ob da nicht doch – also vielleicht ja doch hoffentlich nicht – ein Wurm in der kleinen runden Köstlichkeit steckt.
Wurm in einer Weichsel Wurm in einer Weichsel
(Durch leichtes Drücken flutscht der Wurm aus der Frucht heraus.)

Aber wie kommt der Wurm eigentlich in die Kirsche?
Und was wird aus dem Wurm, wenn er nicht entdeckt wird und Gelegenheit hat, die Kirsche ganz für sich allein zu behalten?

Der Wurm ist die Larve der Kirschfruchtfliege – und die schaut so aus (richtig hübsch!).
Die Fliege legt jeweils nur ein Ei unter die Haut von halbreifen Kirschen – innerhalb weniger Tage schlüpft daraus die Made und futtert das Kirschfleisch rund um den Kern. Dadurch beginnt die wurmige Kirsche zu faulen und fällt auf den Boden. Vom Boden aus kann sich die Larve gemütlich in der Erde verkriechen und sich dort verpuppen, um dann im nächsten Jahr als neue Kirschfruchtfliege zu schlüpfen und neue Eier in neue Kirschen zu legen.
Falls die reife Kirsche nicht zu Boden fällt, lässt sich die Made übrigens an einem Spinnfaden zur Erde herab.

Der Wurm in der Kirsche ist also eine Fliege :-)

Der Wurm im Apfel ist übrigens ein Schmetterling!
Aber das ist eine andere Geschichte …


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