November & DU

von naDUr.at am 1. November 2016 – 20:12 |

November im naDUr-Faltkalender 2016Der November grüßt als Mauerblümchen.

Während die meisten Pflanzen jetzt ihre letzten Blättchen verabschieden und ihre Energien zurückschrauben, guckt aus manchen herbstlichen Ecken ein Blütengruß – fast wie im Frühling. Mauerblümchen erstrahlen dann ganz besonders, wenn rundherum der Herbst die Konkurrenz in den Winterschlaf schickt.
Die Ritzen erblühen … bis zuletzt.

Die allerletzten Sonnenstrahlen werden genutzt …

Mauerblümchen reckt sich zur Sonne
… auch wenn sie durch die langen Schatten nur schwierig erreichbar scheinen.

Dass Mauerblümchen – unscheinbare und übriggebliebene – Wesen der Sturm- und Drangzeit anderer sind – erklärt einwenig, warum auch unscheinbare Menschen gern von anderen als Mauerblümchen bezeichnet werden. Aber! Sobald ein Blümchen erkannt – und eben nicht mehr übersehen – wird, schon zeigt sich das Besondere. Denn Mauerblümchen sind nicht übriggeblieben – sie sind nur übersehen. Aber wenn dann alle Pracht rundherum verwelkt ist, ja dann …

Mauerblume im Herbst
… erstrahlen großartige Mauerblumen – und erfreuen die ganze Umwelt! :)

Im aktuellen Monatsmotiv November kannst auch DU das Besondere in einem gewöhnlichen Gänseblümchen entdecken.
Wenn Du noch mehr kleine Besonderheiten bestaunen willst – dann geh hinaus in die Natur und entdecke die Kraft der letzten Blümchen vor der kalten Zeit.

Mauerbäumchen füllt die RitzenÜbrigens – es gibt nicht nur Blümchen in den Mauerritzen – mit ein bisschen Glück entdeckst Du dort auch Mauerbäumchen … wie im Graffiti-Bild rechts.

Und zu guter Letzt noch eine nette Erklärung, wie es (angeblich) zur Entstehung des Worts „Mauerblümchen“ kam: Im Mittelalter haben sich Mädchen und Burschen fein herausgeputzt, um am Dorfplatz zum Tanz zu gehen. Die jungen Damen saßen dann am Mäuerchen und warteten darauf, zum Tanzen aufgefordert zu werden. Wer übrig blieb, schmückte als Mauerblümchen die Tanzplatz-Szenerie …
… oder wurde selbst aktiv …
… und forderte „Damenwahl!“
So erzählt man sich’s zumindest in Mauerblümchen-Kreisen.
In offiziellen Geschichtsbüchern wirst Du sowas natürlich nicht finden – schließlich wurden die ja von Leuten geschrieben, die nur auf das Großartige achteten, um es für die Nachwelt festzuschreiben … Aber die Geschichten sind da – quasi in jeder Ritze kannst Du sie entdecken ;)

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ DANKE! ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Der naDUr-Faltkalender 2016 „Natur nimmt sich Raum!“ wurde ermöglicht durch die Kooperation mit www.das-onlineCoaching.com
Falls DU auch einen Raum zum Inne-halten, Nach-Denken und Voraus-Schauen suchst – Schau doch dort mal vorbei!
Brigitte Koch | www.das-onlineCoaching.com


abgelegt in flOra, ii@_ |
Tags: , , , , , ,

August & DU

von naDUr.at am 1. August 2016 – 21:24 |

August im naDUr-Faltkalender 2016Der August zeigt dir die Zukunft … Dystopia!

Kennst Du diese fiktionalen Filme und computergenerierten Endzeit-Reportagen einer Zukunft, in der die menschliche Herrschaft über die Welt beendet ist?
Wenn alles Menschengemachte – Gebäude, Brücken, ja ganze Städte – verfallen und vergangen sind, wenn die Natur wieder die Gestaltung der Erde übernimmt.

Solche Rück-Eroberungen von Orten durch die Natur kannst DU schon jetzt überall dort entdecken, wo der Mensch sich zurückgezogen hat.
Großflächig etwa nach der Atomkatastrophe rund um Tschernobyl. [Bilder: 30 Jahre danach] Kleinflächig etwa auf Abbruchhalden – auch bei dir – ums Eck.
Klick mal rechts auf das naDUr-Kalender-Motiv vom August.

Wenn Du solche Leerräume entdeckst, kannst Du deine Gedanken kreisen lassen:
Was wohl vorher dort war? Wie diese Pflanze wohl jetzt dort hingekommen ist? Wer ihr wohl folgen wird? Was dort auf dem planierten Gelände wohl in Zukunft gebaut wird? Und wie lange das Neugebaute dort wohl stehen wird, bevor es wieder verfallen, abgerissen und der Raum von der Natur zurückerobert wird …

Pionierpflanzen sind was sehr Erstaunliches!
Sie entstehen quasi aus dem Nichts.
Entstehen dort, wo noch keine anderen Pflanzen Wurzeln geschlagen haben.
Besiedeln Flächen, auf denen z.B. auch durch Waldbrände oder Katastrophen die bisherige Vegetation ausgelöscht wurde.
Durch ihre Anwesenheit folgen andere – Pflanzen und Tiere – und bereiten so den Boden für neues Leben vor.

Im aktuellen Kalender-Motiv hat ein Gemeiner Stechapfel als erstes die Baustelle für sich entdeckt. Die Pflanze ist giftig, was wohl seine Ausbreitung begünstigt.
Forscher*innen sind sich bis heute nicht sicher, woher die Pflanze ursprünglich stammt. „Quasi aus dem Nichts kommend“ bevölkert sie aber heute die ganze Welt.
Der Stechapfel – ein Pionier und Kosmopolit.
Nimmt sich Freiräume, ohne zu fragen.

Irgendwie sympathisch, findet die Maus <:3)~~
Denn auch sie, machte es sich immer dort gemütlich, wo noch niemand ist und wo sie ihre Ruhe hat.

 

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ DANKE! ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Der naDUr-Faltkalender 2016 „Natur nimmt sich Raum!“ wurde ermöglicht durch die Kooperation mit www.das-onlineCoaching.com
Falls DU auch einen Raum zum Inne-halten, Nach-Denken und Voraus-Schauen suchst – Schau doch dort mal vorbei!
Brigitte Koch | www.das-onlineCoaching.com


abgelegt in <:3)~~, flOra, ii@_ |
Tags: , , , , ,

Blatt ohne Laus aber mit Schrecken

von naDUr.at am 21. Juni 2016 – 13:10 |

Auf den ersten Blick dachte ich ja, dass da – schooooon wieder – eine Blattlaus auf der Rose sitzt.

Heuschrecken-Baby bzw. Larve

Erst auf den zweiten Blick hat sich gezeigt:
Jööööö – eine Baby-Heuschrecke!
Also eigentlich ja eine Heuschrecken-Larve noch ziemlich am Anfang ihrer Entwicklung hin zu einer Langfühlerschrecke.

Bis der kleine Schrecken ein großer Schrecken ist, muss er noch einiges fressen und sich beim Wachsen auch noch des öfteren Häuten.
Übrigens frisst dieser Kleine hier durchaus auch Blattläuse – was ihn doch gleich nochmal sympathischer macht :)
Als Langfühlerschrecke ist er nämlich durchaus ein Allesfresser – während Kurzfühlerschrecken als reine Pflanzenfresser bekannt sind.

Apropos Blattlaus

Manchmal lohnt sich doch ein zweiter Blick, um in einer Laus einen Schreck zu erkennen ;)
Schau dich doch auch 2x in der Natur um!


abgelegt in fAuna, ii@_, zeugX |
Tags: , ,

Kuhschellen zu Ostern

von naDUr.at am 29. März 2016 – 17:04 |

Manchmal hat man Glück – manchmal nicht – und manchmal hat man beides zur selben Zeit.

Eigentlich war geplant, die ersten Ziesel in der Frühlingssonne zu entdecken … leider kein Glück.
Statt dessen fing die Kameralinse andere stark behaarte Frühlingswesen ein: Kuhschellen!*)

Kuhschellen in der Frühlingssonne

Und zwar gleich richtig viele – sehr sehr viele – was für ein Glück!
Denn normalerweise sind die Kuhschellen in der Wildnis selten und daher streng geschützt.
Und weil quasi nix anderes als Kuhschellen auf der Wiese zu finden war, wundert es nicht, dass sich die ersten Früh(lings)-Insekten über diese zarten Pflänzchen hermachten – *mampfmampf*

Kuhschellen als Mahlzeit     Maiwurm / Ölkäfer mampft Kuhschelle

Als sich dann die Abendsonne noch über die Blütenwiese legte, hat sich Ende März entgültig Frühlingsstimmung breitgemacht …

Kuhschellen in der Abendsonne

Und welcher Eindruck ist bei dir an diesem frühlingshaften Osterwochenende hängen geblieben?

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
*) Vielleicht kennst DU diese Blume ja unter einem anderen Namen?
Arschkucke? Bitzblume? Güggelblume? Küchenschelle? Schlotterblume? Osterblume? …

 


abgelegt in flOra, ii@_ |
Tags: , , ,

sehr kalt – aber …

von naDUr.at am 23. Januar 2016 – 09:34 |

… auch sehr schön!!!

sehr Neu Donau vereist: kalt aber auch sehr schön

Smiley im Schnee: sehr kalt aber auch sehr gut gelaunt  Vogelspuren am Eis: sehr kalt aber auch sehr schön  Möven an der Schneegrenze: sehr kalt aber auch sehr schön

Beim Foto-Spaziergang derzeit die Nase gut eincremen, dicke Socken und die Handschuhe nicht vergessen! :)

Neue Donau in der Morgensonne:sehr kalt aber auch sehr schön

… und DU wirst staunen, wie schnell dich die eiskalte Natur zum Lächeln bringt!


abgelegt in aKtiveZ, ii@_ |
Tags: , , , ,