PeDition: Rettet das Staunen!

von naDUr.at am 25. Oktober 2016 – 11:03 |

Damit DU einen Eindruck bekommst, wie erstaunt ich war, dass das zufällige Staunen in der Natur in Gefahr ist, möchte ich dir zuerst die Geschichte aus meinem Blickwinkel erzählen …

Botanisches zum Staunen: Blaue Ding in Schönbrunn Es war ein teilweise sonniger Herbsttag – das ist schon echter Luxus heuer.
Nachdem ich keine Ahnung hatte, wie lange ich im Trockenen unterwegs sein kann, hab ich mich für einem Fotobummel in einem öffentlichen Park entschieden – Schönbrunn, Wien. Dort gibt es ein Eckerl, da kannst Du das ganze Jahr über erstaunliche Flora staunen: Den (alten) botanischen Teil des Parks.
Und da lag was Seltsames im Gras …
Und als ich es berührte, war es ein komisches, unerwartetes Gefühl – „bamstig“ würd ich auf spontan Österreichisch dazu sagen.
Aber irgendwie auch leicht ledrig, trocken – irgendwie cool … und v.a. sehr einzigartig speziell.

Mit einem Wort: WoooW!

Botanisches zum Staunen: BlauschoteDie kurze Herbstrunde im Park hat bereits nachhaltig Eindruck hinterlassen – hat sich aus“gezahlt“!

Ein Blick in die nahegelegene Botanik brachte weitere Erkenntnisse:
Das blaugraue Ding stammt von einem Strauch – und wo eines ist, da sind zumeist auch mehrere!
Die Suche nach dem botanischen Schildchen brachte zum Erlebnis auch ein neues Wort: „Blauschotenstrauch“ – gut, das ist ziemlich naheliegend und somit merk-würdig :)

Zuhause wurde es noch merk-würdiger, denn laut Websuche ist mein neues WoooW-Wissenobjekt auch als „Blaugurke“ oder im Heimatland China als „Katzenkotgurke“ bekannt. Super! Das Bild geht mir jetzt wohl nicht mehr aus dem Kopf ;)

Botanisches in Not: Blaugurke in Schönbrunn

Die <:3)~~ freute sich besonders zu hören, dass diese blaue Gurke auch essbar ist … was ich persönlich nicht kontrollieren werde, weil mir das Wortbild „Katzenkot“ sicher nicht in den Mund kommt :-/

Bis hierher also der merk-würdige Staunen & Lernen-Teil der Geschichte.


Aber jetzt wird es erst richtig ver-rückt und ver-ärgernd: Denn (m)eine zufällige – im Sinne von ungeplant zu-gefallene – erstaunliche Erkenntnisgelegenheit ist in Gefahr!
Wenn es nämlich nach den Plänen der nahen Zoobetreiberfirma geht, soll der öffentliche, botanische Garten in das Gelände des Tierparks eingezäunt werden, um einen weiteren Rast & Ruheplatz für die zahlende Zookundschaft zu haben.

Mit zwei Worten: Sicher nicht!

Das haben sich viele viele andere Park-Spazierer/innen und Botanik-Stauner/innen auch gedacht – eine Bürger/innen-Initiative gestartet und eine Petition (Zu-Fußgehende nennen dies auch gern PeDition, von pedes (lat.) = Füße, per pedes = zu Fuß) für den Erhalt und den freien, öffentlichen Zugang zum botanischen Teil des Gartens ins Parlament eingebracht.
Auch DU – egal wwwo Du wohnst – kannst dafür unterschreiben, dass die Möglichkeit zum Staunen – in und mit der Natur – rundum alle Jahreszeiten gratis, freizugänglich und selbstbestimmt (je nach Lust, Laune, Zeitressource und Wetter) bleibt:

» Die Petition zum Erhalt unterschreiben und der Forderung zustimmen:
„Sicherstellung, dass der Botanische Garten in Schönbrunn erhalten und öffentlich frei zugänglich bleibt“
Hintergrunddetails auch in Die Presse (16.10.2016) zum Nachlesen & Nachdenken.

» Auf der fb-Seite der Bürger/innen-Initiative die Entwicklung beobachten:
Und deine Solidarität durch ein „Gefällt mir“ ausdrücken.

Botanisches in Not: Zniachtl in Schönbrunn» Noch schnell den Park als botanische Anlage anstatt als Rastplatz mit Jausenstation für müde Zookundschaft besuchen:
Und unbedingt viele viele Fotos machen – wer weiß, was dort nach dem Zugang noch den Betreiberinteressen geopfert wird – vielleicht müssen alle „unattraktiven“ Pflanzen (hier ein putziges Exemplar als ZwutschkiZniarchtl) einem Sonnenschirm Platz machen.

Botanisches in Not: Staunen in Schönbrunn» Noch schnell einen Wienbesuch planen – und dich überraschen lassen, was dich alles im botanischen Teil des Schönbrunner Parks (einem der ältesten botanischen Gärten Österreichs!) zum Staunen bringt! Und was es vielleicht dort bald nicht mehr gibt …

Als Belohnung für dein Engagement zum Erhalt des kostenfreien Staunens in Schönbrunn – und für das Lesen bis hierher – möchte ich dir ein Bild des Blauschotenstrauchs schenken!
Gern auch zum Weiterschenken, Weiterleiten, Teilen … und Erinnern, dass die Natur dich immer wieder zum Staunen bringen kann, ganz einfach so, zufällig und kostenlos … wenn Du auf sie schaust :)
Danke!

Danke für deine Unterstützung: Pedition für den Erhalt und den freien Zugang zum botanischen Teil in Schönbrunn, Wien


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Ich lerne gerne! Auf den Spuren der Biene Maja

von naDUr.at am 14. September 2016 – 08:24 |

Das Lernfestival*AT hat heuer das Motto „e-LERNEN :: online + offline“
Am Freitag 16.9.2016 warten 5+2 Rätselstationen rund im die Biene Maja auf Neugierige jeden Alters … im Antiquariat Klabund, 1090 Wien.

Lernfestival 2016 - Biene Maja, Antiquariat Klabunduariat

Details zu dieser Lern(freude)aktion und allen anderen kostenlosen Mitmach-Aktionen beim diesjährigen Lernfestival*AT unter www.Lernfestival.AT


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Bäume wachsen – aber wie?!

von naDUr.at am 25. November 2012 – 15:32 |

Als Einstieg folgende Quizfrage an DICH, die mir kürzlich auch gestellt wurde:
Wenn Du heute ein Schild an einen Baumstamm schraubst – und in, sagen wir 10-15 Jahren wieder vorbeischaust – wo hängt dann dieses Schild?
Weiter oben – weiter unten – oder auf gleicher Höhe?

Überleg mal kurz selbst …
Und erst dann markier in der nächsten Zeile den Leerbereich zwischen den Unterstrichen, dann erscheint die Lösung:
_das Schild hängt auf gleicher Höhe am Baumstamm_

Na – hättest Du das gedacht? Oder hast Du es gar gewusst?
Die Sache ist nämlich die: Ein Baum wächst oben – und wird unten dicker.

Im Frühjahr wächst ein Baum vor allem oben und kriegt neue Ästchen = Höhenwachstum.
Im Herbst legt ein Baum vor allem beim Stammdurchmesser am Jahresring zu = Dickenwachstum.

Aber: Wenn der Baum sehr jung ist, dann schießt er vor allem in die Höhe, um ins Licht zu kommen und um außerhalb der Reichweite hungriger Mäuler zu sein. Die ersten Jahre kann man bei einem Baum also kaum bzw. schwer an den Jahresringen ablesen und bei diesen Jugendlichen gilt auch nicht die obige Quiz-Lösung.
Schraubst Du also an einen sehr jungen Baum ein Schild oder ähnliches, dann wirst Du dich später mal danach strecken müssen …
… oder Du bist bis dahin auch ein Stück gewachsen ;-)

Nebenbei: Jetzt ist dann wohl auch klar, warum ein Herzerl mit den Buchstaben A+H – das irgendwann beim Jugendflirt in einen Baumstamm geschnitzt wurde, auch noch nach Jahren, wenn A längst mit D und H vielleicht schon nicht mehr mit P verheiratet ist – noch immer in Brusthöhe im Wald prangt und es dem Baum mächtig peinlich ist, dass er jedesmal retouchiert werden muss, wenn ein Foto gemacht wurde.


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Bäume wachsen (lassen)

von naDUr.at am 19. Februar 2012 – 17:19 |

Es war einmal … bei einem klassischen Wochenendspaziergang … im Park.

Und dann, beim Durchklicken der Fotoausbeute zuhause am Computer zeigte sich eine erstaunliche Ähnlichkeit – die bei genauerer Betrachtung doch einen großen Unterschied darin aufweist, wie Menschen ihre Parkbäume wachsen lassen:

Rate mal, welches Foto an der Vorderseite des Parks entstanden ist!
Die Antwort: Das _linke_ Foto ist im Eingangsbereich entstanden.
(Zuerst überlegen, dann die Leerstelle zwischen den Strichen markieren.)

Rate mal, wo Du mehr Natur in der Natur findest – an der Vorderseite oder an der Rückseite eines Parkgeländes?
Die Antwort findest Du _draußen in einem Park deiner Wahl._
(Überleg mal kurz selbst, dann die Leerstelle markieren.)

Bäume sind sehr vielfältig.
Manchmal werden sie aber auch gleich gemacht, weil es irgendjemandem so besser gefällt.
Was gefällt dir besser?


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die Fühler der Heuschrecken

von naDUr.at am 9. Juli 2011 – 09:11 |

In der Wiese wimmelt es nur so von kleinen Tieren.
Diese genauer zu betrachten ist oft schwierig, weil die Zwerge gleich davon hüpfen, fliegen, krabbeln – oder was ich als Fluchtverhalten besonders lustig finde – lassen sich einfach vom Grashalm runterfallen und verschwinden so im Stengelgewirr. Eine Becherlupe, ein leeres Olivenglas oder ein durchsichtiger Plastikbecher können da recht hilfreich sein, um die menschenscheue Wiesenfauna kurz genauer unter die Lupe zu nehmen – bevor sie wieder freigelassen wird.

Heuschrecken hört man meist bevor man sie überhaupt sieht.
Und wenn sie sich dann auch noch – kurz im Vorbeihüpfen – zeigen, dann hast Du die Gelegenheit, sie anhand ihrer Fühlerlängen einzu“ordnen“ in die Insektenordnung der Kurzfühlerschrecken (weltweit ca. 10.000 Arten) oder der Langfühlerschrecken (weltweit ca. 8.000 Arten).
Hier kannst Du das gleich mal ausprobieren:
Kurzfühler Langfühler
(Wer von den beiden ist hier wohl eine Langfühlerschrecke?)

Übrigens:
Wenn Heuschrecken aus dem Ei schlüpfen, sind sie winzig und wachsen dann in dem sie sich laufend häuten. Babyheuschrecken erkennst Du daran, dass sie noch keine Flügel haben.

Übrigens:
Ein Heupferd ist eine Heuschrecke, aber ein Grashüpfer ist kein Heupferd – kennst dich aus?! ;-)
Hier die Erklärung (falls Du nicht selbst nachrecherchieren willst, markier die leere Stelle zwischen den Unterstrichen)
_Heupferde gehört zu den Langfühlerschrecken – Grashüpfer wird eine Familie der Kurzfühlerschrecken genannt._

In der Wiese kannst Du nun Schrecken mit einem Blick auf die Fühler als Lang- oder Kurzfühlerschrecken identifizieren.
Demnächst schauen wir uns dann das Hinterteil der kleinen Springer genauer an …


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