Im Herbst wimmelt es nur so …

von naDUr.at am 14. Oktober 2016 – 14:22 |

… von allerlei bunten Naturmaterialien … und die Menschen holen sich den Herbst in vielerlei Form ins Haus.

Ich auch – aber aus Platzmangel beschränke ich mich auf digitale Herbstfotos – und ein ganz spezielles Herbstfundstück möchte ich mit dir und anderen Herbstfans hier & jetzt teilen – inkl. einer kleinen, passenden Geschichte:

Es war einmal … nein, nicht eine Königin, auch keine Fee oder Hexe … obwohl, die kommen durchaus auch – in der einen oder anderen Weise – in der folgenden Geschichte vor.
Es war einmal … ein kalter, nasser, echt grausliger Herbsttag. Du erinnerst dich sicher daran – das war nämlich erst gestern ;)

Jedenfalls hatten die Menschen das Glück, nicht hinaus in die Natur zu müssen und in ihren warmen, gemütlichen Wohnzimmern – bei Tee und einem guten Buch – sich den Herbst schönträumen zu können. Dafür beneideten die Naturwesen – draußen in der Natur – die Menschen, denn sie hätten es auch gern warm und gemütlich – mit einem Dufthauch von herbstlicher Vergänglichkeit, reifen Früchten und goldenem Licht.

Und wie es so ist, wenn die einen was haben, was die anderen auch haben wollen – gibt es mindestens 2 Wege, wie es weitergehen kann:
1. Die einen nehmen es den anderen weg … und die Geschichte endet ohne „Happy End“.
2. Die einen fragen, ob sie auch ins Warme dazukommen dürfen, die anderen erkennen, dass es genug Wärme für alle gibt … dieser Weg führt in ein Happy End und ist vielleicht der Beginn vieler neuer gemeinsamer Geschichten.

Zurück zur Wirklichkeit – also wie es wirklich kam ;)
Im trübnassen Herbst zog die bunte Naturvielfalt für eine Woche in die Wiener Gemütlichkeit eines Antiquariats ein – zwischen alte Bücher für Groß und Klein. Und plötzlich brach dort die schönste und fröhlichste Herbststimmung aus – es wimmelte nur so von quirrligen Zwergen, Filzäpfeln, Kastanienkindern, Fingermäusen & -schnecken, Kürbis- & Nusskinderl, … und natürlich auch von Feen.

Herbstlicher Wimmeltisch mit Naturwesen und Geschichten

Diese herbstliche Fröhlichkeit lockte viele andere Menschen an … und plötzlich war das graue Wetter vor der Türe vergessen.
Herbstmarkt mit Naturwesen und GeschichtenNun, eine Hexe hab ich ehrlich gesagt eigentlich dort nicht entdeckt. Gut, dann übernehm ICH einfach diese Rolle der guten Kamera-Hexe … und als Königin in der Geschichte wird Frau Ingeborg bestimmt. Sie ist sowieso quasi die Mutter dieser Herbstwimmel-Szene … hat Tisch und Deko gestaltet und den Wimmelwesen in die Welt geholfen. Gastgeberin der wärmenden Gemütlichkeit und Besitzerin vieler spannender Zwergengeschichten in Buchform ist die Antiquarin Doris, die eine Vorliebe für alte Kinderbücher hat und neuen Kindern gern von alten Büchern berichtet.

Wie es sich bei einem Wimmelbild gehört, liegen die eigentlichen Geschichten und spannenden Details – im Detail ;)
Daher möchte ich DICH hiermit einladen – genauer hinzusehen, dich in Einzelszenen am Wimmeltisch zu vertiefen und die kleinen Wesen selbst zu entdecken … vielleicht erzählen sie dir dann ihre Geschichten – oder Du erfindest sie dir einfach selbst zum jeweiligen Bild:

Wimmelnde Kastanienkinder  Wimmelnde Fingerschnecken  Wimmelnde Fingermäuse  Wimmelnde Kürbiskinder  Silberdistel als Wimmelwesen  Kornblume als Wimmelwesen  Wimmelnde Zwerge in vielerlei Weise  Herbstliche Wimmelwesen  Kastanienkinder in vielerlei Gewimmel

Na, hast DU nun Lust auf weitere herbstliche Geschichten bekommen?
Bei goldenem Herbstwetter findest Du sie direkt in der Natur – und bei grauem Herbstwetter findest DU sie vielleicht in einem Büchlein mit Geschichte im Antiquariat Klabund oder beim nächsten Herbstmarkt von Ingeborg Wonesch – einfach die Termine bei ihr persönlich erfr@gen!

Und wer sich den wimmelnden Herbst gern nachhause holen will – die Hexe lädt dich ein, dir das Wimmelbild [in GROSS] herunterzuladen und es dir auf deinen Bildschirm als Desktop-Hintergrund zu zaubern ;)

Nebenbei: Die <:3)~~ war – wie Du dir denken kannst – auch dabei in der warmen Stube und schwer begeistert von dem herbstlichen Wimmelbild-Szenario – natürlich vor allem von den Fingermäusen und Fingerschnecken, aber ganz speziell von der leckeren Körner-Dekoration ;)


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Kurioses: Schnecken-Schmaus-en in Wien

von naDUr.at am 13. September 2016 – 10:19 |

Schneckenbaum in WienHast DU gewusst, dass es in Wien mal eine Weinbergschnecken-Zucht gegeben hat?

Ich auch nicht! Bis vor kurzem.
Da hat mir nämlich eine Freundin eine alte Zeitschrift geschenkt:
„Schneckenfarm“ war die große Überschrift aus dem Jahre 1936 … und der Artikel informierte darüber, dass in Hütteldorf Weinbergschnecken für französische Konservenfabriken produziert wurden.
Bis hier hin, war die Sache spannend und auch ein bissi kurios – aber eben Vergangenheit.

80 Jahre später – also heute – spazier ich Richtung Hütteldorf … und stutze:
Da sitzen doch tatsächlich massenhaft Weinbergschnecken neben der Straße – auf Bäumen! Kurios! … denk ich noch – und seh mich weiter um.

Hunderte Weinbergschnecken sitzen und picken da auf Baumstämmen, auf Zäunen, Stromkästen … und auf Plakatwänden. Kurios!?
Aber es geht noch kurioser!

Frag dich doch mal: Was tun die Schnecken alle da?!
Hunderte Schnecken fressen die Plakate von den Plakatwänden! ECHT KURIOS!

Weinbergschnecken in Wien  1936 und 2016

Damit ist eines klar: Papier ist ein natürlicher Rohstoff – und wird bei (jeder) Gelegenheit auf natürliche Weise recycled/verwertet. Und: Wer Weinbergschnecken zum eigenen Verzehr sammelt, sollte darauf achten, WAS sie gefressen haben …

NOCH KURIOSER wäre es natürlich, wenn sich herausstellt, dass die heutigen Wiener Plakat-Schnecken aus dem Jahr 2016 die Nachkommen der ent“laufenen“ Zuchtschnecken aus dem Jahre 1936 sind.
Schnecken verschmausen ein Plakat in WienDenn eines hab ich auch gleich gemerkt: Die Schnecken gehören nicht zu den bei uns verbreiteten, großen Gewöhnlichen sondern zu den Gefleckten Weinbergschnecken, die es gern wärmer haben und Winterfrost nur schlecht vertragen, weil sie keinen schützenden Kalkdeckel zur Überwinterung ausbilden. Das spricht dafür, dass sie in unseren Breiten eigentlich „gepflegt und gehegt“ werden wollen – was in einer Schneckenfarm das Tages“geschäft“ war ;)

Schneck frisst Plakat in WienNebenbei: Bei so vielen 100ten Schnecken auf einem Platz, hab ich naDÜrlich die Gelegenheit genutzt, und nach einem Schneckenkönig Ausschau gehalten … leider ohne Erfolg – vielleicht braucht es ja wirklich 10.000de von ihnen, um einen König bzw. eine Königin (Weinbergschnecken sind Zwitter) zu entdecken.


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Schnelles für Schnecken

von naDUr.at am 30. September 2014 – 09:29 |

Fastfood für Schnecken!
Nackschnecke auf einem M-Fastfood-Sackerl

So ein Bild „Schnelles Essen für Schnecken“ bremst doch jeden Spaziergang …
und lässt die Mundwinkel nach oben zucken …

Bei dir auch? <:3)~~

… und ist fast so witzig wie die kürzlich gelesene Überschrift in einer Gratiszeitung:
„Wettbewerb: Gegen Stress im Betrieb“

. . . . . . . . . das denkt sich grad so die <:3)~~ . . . . . . . . .


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Schnecken im Donaukies

von naDUr.at am 22. Februar 2013 – 15:23 |

Wie bereits im Jänner erwähnt, ist der Winter nicht gerade die günstigste Zeit, den Schnecken – auch nicht den Wasserschnecken – hinterherzujagen …
Wie ebenfalls bereits erwähnt sind die kiesigen Donauufer gute Plätze, um verlassene Kahnschnecken-Häuschen zu finden – und das sogar im Winter, wie ich kürzlich freudig überrascht selbst feststellen konnte :-)

Ein heißer Tipp für winterlich kalte Schnecken-Suchaktivitäten im Donaukies:
Zwischen GROßEN Steinen wirst Du keine kleinen Häuschen entdecken – die Kleinen fallen so lange durch die großen Zwischenräume, bis die Zwischenräume kleiner sind als sie selbst. Du musst also im Uferkies die obere Schnee/Steinschicht so lange vorsichtig wegschieben, bis Du in einer Schicht ankommst, in der die Steinchen in etwa gleich groß/klein sind wie die gesuchten Kahnschnecken-Häuschen – und dann: Schau genau!

Viel Glück – aber vor allem: Viel Spaß! :-)


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2013 – Jänner mit Wasser-Schnecken

von naDUr.at am 2. Januar 2013 – 15:33 |

~ ~ ~ Hier ist eine Antwortoption zur Jänner-Frage im Wasser-Kalender 2013 ~ ~ ~
Im Wasser leben zeitweise oder auf Dauer die verschiedensten Tiere: Fische, Würmer, Muscheln, Insekten und ihre Larven, Wale, Vögel, Frösche, Schildkröten, … und eben auch einige Schnecken.
Vielleicht hast Du ja schon mal Wasserschnecken gesehen?
Sie sind recht leicht zu beobachten, da sie nicht sehr scheu und auch nicht besonders flott sind ;-)
Meist werden sie jedoch erst gefunden, wenn nur noch ihr Häuschen aus Kalk von ihnen übrig ist. Wie z.B. das der Posthornschnecke, das den aktuellen Monat Jänner im naDUr-Fotokalender: Wasser2013 schmückt.

Zugegeben, jetzt im Winter ist vielleicht nicht so die ideale Jahreszeit, um sich draußen in Auen, Teichen und Bächen auf die Suche nach diesen kleinen Weichtieren zu begeben. Lebende Wasserschnecken halten gerade Winterschlaf und übriggebliebene Schneckenhäuser sind derzeit oft  unter einer Eisschicht versteckt. Jetzt ist aber ein ganz guter Zeitpunkt, um ein bissi mehr über diese heimischen Wassertiere zu erfahren, einiges weitere selbst zu recherchieren und so für die nächsten AUsflüge in wärmeren Jahreszeiten gut vorbereitet zu sein :-)

Wohl am bekanntesten – oft auch in Garten- & Parkteichen zu finden – sind die Spitzschlammschnecke und die Posthornschnecke. Wobei Du manchmal auch ganz ganz gaaaaanz genau hinschauen musst, denn die Jungschnecken können ganz schön mini sein.

Diese beiden und andere heimische Wasserschnecken-Arten haben Lungen. Schlamm-, Posthorn- bzw. Teller-, Flussnapf- und Blasenschnecken müssen daher zum Luftholen immer wieder mal an die Wasseroberfläche. Dazu brauchen sie aber keinen Ast oder Grashalm sondern lassen sich einfach an die Oberfläche treiben – öffnen ihr Atemloch und kriechen anschließend gemütlich am Wasserspiegel entlang – mit dem Bauch nach oben :-)
Weitere interessante Details und Bilder zu solchen lungenatmenden Wasserschnecken findest Du z.B. bei www.weichtiere.at

Im Gegensatz dazu sind heimische Kahn-, Flussdeckel- und Schnauzenschnecken kiemenatmend und müssen daher nicht regelmäßig auftauchen. Das kommt den Kahnschnecken auch sehr gelegen, denn sie leben in Fließgewässern. Würden sie mal eben loslassen um an der Wasseroberfläche kurz Luft zu holen, würden sie flux einige hundert Meter weiter flußabwärts auftauchen und hätten einen langen Heimweg. Kahnschnecken sind gesellig und wenn Du ganz genau schaust, kannst du an kiesigen Ufern der Donauinsel ihre kleinen, leeren, recht stabilen Schalen zwischen den Steinchen entdecken.
Weitere Details und Bilder zu kiemenatmenden Schneckenarten in heimischem Süßwasser findest Du auch bei www.weichtiere.at

Wie wär’s mit einem kleinen Schneckenrätsel zwischendurch?
Der Hansybach in Bad Vöslau (NÖ) ist ein Naturdenkmal und weltweit das einzige Schneckenschutzgebiet. Versuch mal herauszufinden welche 3 Arten von Wasserschnecken dort so was Besonderes sind und warum sie dort seit Millionen Jahren überlebt haben?

In Österreich gibt es übrigens mehr als 90 Arten von Wasserschnecken – viele davon sind vom Aussterben bedroht. Du kannst sie in allen möglichen heimischen Wasserstellen entdecken – vom kleinen Teich im Park über Auen und Bäche bis hin zu Flüssen wie der Donau – wenn Du genau hinschaust!
Wasserschnecken raspeln Algen von Steinen, fressen abgestorbene Pflanzenteile und halten auf diese Weise das Wasser sauber. Auch in Aquarien werden Wasserschnecken gern als „Fensterputzer“ gehalten. In den Aquarien vom Tiergarten Schönbrunn oder dem Haus des Meeres kannst Du übrigens auch jetzt im Winter diese langsamen Weichtieren – wissenschaftlich als „Mollusken“ bezeichnet (das Wort leitet sich vom lateinischen mollis=weich ab) – beim Fressen beobachten. Und vielleicht willst Du sie dort für einen eigenen Wasserkalender fotografieren? Eine leere Kalendervorlage dazu inkl. kurzer Selbstmach-Anleitung findest Du hier auf der naDUr-Seite Wasser2013.

Vielleicht hast Du es ja schon gewusst oder bei deiner Recherche herausgefunden, dass Schnecken die einzigen Weichtiere auf der Welt sind, die es sowohl im Wasser als auch an Land gibt. Andere Weichtiere wie Muscheln, Tintenfische etc. … leben nur im Wasser.
Schnecken haben den Sprung an Land geschafft ;-)
Bei Landschnecken gibt’s übrigens auch ganz viele verschiedene Arten in Österreich.
Willst Du mehr über heimische Schnecken erfahren oder mit ihnen „spielen“? Dann schau dir doch mal diesen naDUr-Beitrag und die Wiener Schnirkelschnecken-Broschüre an.
Oder versuch mal mithilfe des Internets herauszufinden, was ein „Schneckenkönig“ ist ;-)

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Noch mehr Rätselhaftes und immer wieder Was-sehr Interessantes gibt’s im Fotokalender Wasser2013.
Lass dich durch das Jahr 2013 begleiten oder mach dir selbst einen Wasser-Kalender!
www.naDUr.at – DU in der Natur


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