Schnecken im Donaukies

von naDUr.at am 22. Februar 2013 – 15:23 |

Wie bereits im Jänner erwähnt, ist der Winter nicht gerade die günstigste Zeit, den Schnecken – auch nicht den Wasserschnecken – hinterherzujagen …
Wie ebenfalls bereits erwähnt sind die kiesigen Donauufer gute Plätze, um verlassene Kahnschnecken-Häuschen zu finden – und das sogar im Winter, wie ich kürzlich freudig überrascht selbst feststellen konnte :-)

Ein heißer Tipp für winterlich kalte Schnecken-Suchaktivitäten im Donaukies:
Zwischen GROßEN Steinen wirst Du keine kleinen Häuschen entdecken – die Kleinen fallen so lange durch die großen Zwischenräume, bis die Zwischenräume kleiner sind als sie selbst. Du musst also im Uferkies die obere Schnee/Steinschicht so lange vorsichtig wegschieben, bis Du in einer Schicht ankommst, in der die Steinchen in etwa gleich groß/klein sind wie die gesuchten Kahnschnecken-Häuschen – und dann: Schau genau!

Viel Glück – aber vor allem: Viel Spaß! :-)


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Stiftehalter schnell mal selbst gebohrt

von naDUr.at am 8. September 2012 – 14:52 |

Hier eine kleine Bohranleitung für einen eigenen Stiftehalter – rechtzeitig für den Schulbeginn.
Such dir einfach ein Holzstück, das irgendwie steht oder liegt ohne zu wackeln und in das Du mindestens 4cm hineinbohren kannst.
Ich hab da mal zum Beispiel einen Buchenkeil genommen, der beim Baumfällen abgefallen ist.

Am besten, Du zückst den Akkubohrer und bohrst zuerst ein dünneres Loch ins Holz – ca. 4cm tief.
Und anschließend mit einem dicken Bohrer nochmals ins selbe Loch – aber nur 3cm tief.
Dadurch steckt später die Spitze deines Stifts in dem schmalen Schacht und der Griff im dicken Bohrloch – das schont die Spitze und stabilisiert den Halt.

Und das wars eigentlich auch schon!

NaDÜrlich kannst Du beliebig viele und auch verschieden große Löcher bohren – je nachdem wieviele Griffel Du in deinem Stiftehalter platzieren willst oder je nachdem wieviel Platz dein Holzstück überhaupt für Stifte bietet.
Auch kannst Du deinen Stiftehalter natürlich anmalen, wenn Du willst – nötig ist es meiner Ansicht nach aber nicht, denn so ganz natürliches Holz ist doch auch hübsch :-)
Noch ein Tipp: Falls Du auch so ein hartes Buchenholzstück erwischt hast wie ich, dann lass dir – so wie ich – beim Bohren helfen! Schließlich ist es nicht lustig, sich beim Stiftehalter-Bohren die Finger zu verletzen und anschließend die Stifte selbst nicht mehr schmerzfrei halten zu können ;-)

+ + + + + kurzer Nachtrag + + + + +
Derzeit – also jetzt im Herbst, wenn die Bäume sich auf den Winterschlaf einrichten und die Wasserzufuhr im Stamm einstellen – beginnen wieder die Forstarbeiten und die Kosmetikarbeiten an Parkbäumen. Ideal also, die Augen offen zu halten und nach liegengebliebenen Holzteilen Ausschau zu halten – so entstehen Stifthalter-Unikate :-)

Kleiner Tipp: Frisch geschnittenes Holz solltest Du unbedingt noch Trocknen lassen bevor Du deine Löcher hineinbohrst – sonst kann es zu Sprüngen und verzogenen Stiftlöchern kommen.


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alle Jahre wieder: Früh-ling sammeln

von naDUr.at am 20. März 2012 – 09:19 |

Vor ziemlich genau einem Jahr, Mitte März duftete der Wald bereits nach Frühling. So auch heuer wieder – und vermutlich auch das nächste und das übernächste … Jahr.
Alle Jahre wieder beginnt damit die Jagdsaison/Pflücksaison für den wilden Knoblauch …

Er ist ein echter Früh-ling! Der Bärlauch.
Und wie jedes Jahr beginnen sich einige Menschen unwohl beim Gedanken ans Selberpflücken zu fühlen, wollen keine Maiglöckchen (M-A-I) oder Herbstzeitlosen (H-E-R-B-S-T) oder Tulpen (?-?-?) erwischen … daher wie alle Jahre der Tipp:
Vertrau auf Deine NASE!
Und außerdem: Der frühe/junge Bärlauch lässt sich hervorragend einfrieren – und schmeckt ohnehin besser als die zähen, ausgewachsenen Blätter später im April und Mai :-)

Raus in den Frühlingswald – zum Frühling schnuppern und Früh-ling sammeln!


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Träume fangen – eine Bastelanleitung

von naDUr.at am 8. Januar 2012 – 21:55 |

Traumfänger wirken doppelt!
Zum einen sind sie eine gute Gelegenheit, selbstgesammelte Naturdinge dekorativ zu präsentieren.
Zum zweiten ist es sehr entspannend, wenn sie schön langsam und konzentriert gebastelt werden.
Nun und ob sie – drittens – auch wirklich funktionieren und nächtens die schlechten Träume im Netz fangen und nur die guten Träume durchlassen und so über (d)einen sanften Schlummer wachen, das wirst DU ja dann selbst erfahren ;-)

Wenn dir jetzt im Winter die Tage lang werden, weil das Wetter nicht zum Rausgehen einlädt, stöbere doch mal in deinen Fundstücken, die Du so die letzte Zeit in der Natur gesammelt hast. Und wenn da was Besonderes dabei ist, das Du gern im Zentrum eines Traumfängers platzieren willst, dann kann’s schon mit dem Basteln losgehen …

1. Jeder Traumfänger schaut anders aus – drum gibt’s keine Regeln sondern nur Tipps :-)

2. Jeder Traumfänger ist etwas Besonderes – jedeR Mensch sollte sich daher einen eigenen Traumfänger basteln. Woher soll denn sonst der Dreamcatcher wissen, welche Träume er filtern soll – schließlich schwirren ja jede Menge Träume für viele verschiedene Personen nächtens durch die Luft ;-)

3. Für deinen (ersten) Traumfänger brauchst Du eigentlich nur 4 Sachen:
Einen Ring, eine Schnur, ein paar Federn und (d)ein (magisches) Naturding für die Mitte.
Alles weitere dient nur der zusätzlichen Dekoration – und dabei kannst Du deine Fantasie ausschmücken wie Du willst.

4. Und das sind die Arbeitsschritte:
Ring umwickeln > Netz weben > Ding platzieren > Federn anbinden > Traumfänger aufhängen.

Ein Traumfänger braucht als erstes einen Ring – am besten aus den weichen Ästchen von Weiden gebogen:

Falls Du keinen Weidenring bei der Hand hast, kannst Du natürlich auch andere Ringe nehmen – oder dir einen passenden aus Papier*) falten, rollen oder drehen.
Den Weidenring kannst Du nun wie es dir gefällt entweder naturbelassen lassen oder ihn mit einer Schnur, einem Band oder einfach mit Wolle (so bunt Du willst) umwickeln.

Tipp: Wenn Du am Anfang und am Ende etwas Band dranlässt, hast Du auch gleich was zum Aufhängen :-)

Als nächstes webst Du das Netz – im Inneren des Rings.
Dabei fängst Du am besten oben an, schlingst dann den Faden alle paar Zentimeter einmal um den Ring und ziehst die Schnur straff.

Tipp: Hier im Internet findest Du auch nochmals gute Grafiken vom Weben eines Netzes.
Tipp: Wenn Du den Faden mit einer Nadel oder einer gebogenen Büroklammer einfädelst, geht es vor allem bei den kleineren Schlingen in der Ringmitte schneller.
Alternativtipp: Du kannst aber auch den Faden einfach von einem Rand kreuzundquer zu anderen Ringseiten verbinden – dann schaut dein Netz halt ein bissi wilder aus als gewohnt, das funktioniert aber trotzdem prima. Wie wär es dann auch gleich mit verschiedenen Farben bei den Schnüren?

In das Zentrum des Netzes platzierst Du dein gewähltes Naturobjekt.
Das kannst Du z.B. zum Abschluß mit dem Webfaden auffädeln und ihn dann verknoten.
Tipp: Du kannst aber auch das Netz mit einem Knoten fertig abschließen und dein Naturobjekt (etwa weil es kein Loch zum Ausfädeln hat) in die Netzmitte kleben. Eine Heißklebepistole ist da z.B. hilfreich.

Seitlich und unten knotest Du abschließend zusammengebundene Federn an den Ring.
Tipp: Du kannst die Fäden deines Traumfängers zusätzlich auch gern mit Perlen schmücken, wenn es dir gefällt. Materialien findest Du dafür in der Natur oder im Bastelgeschäft. Vielleicht schneidest/sägst Du von einer Zimtstange kleine Stücke ab, die sich dann gut auffädeln lassen – und zusätzlich zart duften :-)


Fertig ist dein erster Traumfänger!
Vielleicht schaut er ja ein bissi so aus wie dieser hier?

Nun suchst Du natürlich noch den „richtigen“ Platz für deinen Dreamcatcher.
Dieser „richtige“ Platz ist entweder dort wo ihn möglichst viele Leute bewundern können, oder zwischen Fenster und Bett oder beim Kopfende deines Bettes, dort wo auch der Polster liegt.

Das war’s auch schon!
Schaut doch prima aus :-)

Wenn Du weitere Traumfänger gestalten willst – Google hat noch eine ganze Menge guter Ideen, wie so ein Traumfänger aussehen könnte: eingearbeitete Perlen im Netz, ein Dreieck anstelle eines Weidenrings, …
Wikipedia erklärt dir auch genau, wie der Traumfänger angeblich nach der indianischen Mythologie die guten Träume durch das Netz in die Mitte zu dir leitet und die schlechten Träume an den Fäden nach außen ableitet, wo sie angeblich über die Federn zerstreut und im Morgenlicht auflöst werden.

naDUr.at wünscht dir jedenfalls schöne Träume in den langen Winternächten!

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*) Tipp: Dein eigener Ring aus Papier gefaltet bzw. gerollt:
Nimm ein Stück Zeitungspapier und falte oder rolle es zu einer Wurst zusammen. Die Enden umwickle nun mit einem Klebestreifen, damit sie zusammenhalten und biege nun den Papierring schön rund. Du kannst auch den gesamten Ring abschließend mit Klebeband umwickeln, damit er fester wird.

Spezialtipp: Wenn Du schon genau weißt, wie groß dein Ring/Traumfänger werden soll, dann hilft ein bissi rechnen: Die Länge des Zeitungpapiers bildet den Umfang deines Ringes. Soll der Ring z.B. einen Durchmesser von 10cm haben, dann berechnest Du die notwendige Papierlänge mit der Formel:

Umfang=Durchmesser mal Zahl π (Pi)
u=d·π
Für unser Traumbeispiel wären das also:
10cm Durchmesser mal Pi (~3,14) = 31,4cm

(!) Die Zeitungswurst muss also knapp 32cm lang sein, damit unser Ring dann 10cm Durchmesser hat :-)


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DUrchblick mit EinsICHten

von naDUr.at am 29. Juni 2011 – 15:01 |

Durch-Blick mit BilderrahmenBeim Fotografieren ist es immer nötig, einen ganz bestimmten Bildausschnitt zu wählen, wenn man das Motiv vor der Nase durch die Linse betrachtet … und dann irgendwann – wenn man den Eindruck hat „jetzt passt’s“ – den Auslöser drückt.
Beim Betrachten der Natur ist das nicht anders – nur dass man halt selten bewusst „den Auslöser“ drückt, um ein ganz bestimmtes Detail oder einen ganz bestimmten Ausschnitt der 360°-Natur einzufangen.

In der Fülle des Gesamteindrucks geht manchmal „das Besondere“ verloren.
Willst Du am Abend jemandem erzählen, was Du – im Wald, auf der Wiese, im Park … Be-Merkenswertes gesehen hast, ist es wichtig, die Details im Kontext wahrzunehmen.

Hier ein paar Tipps, wie Du den Durchblick behältst und vielfältige EinsICHten sammeln kannst:
Durch-Blick mit BilderrahmenNimm dir einen Bilderrahmen mit – und mach dir dein eigenes Bild von der Natur um dich herum.
Gibt den Rahmen dann mal einer anderen Person – Du wirst überrascht sein, wie unterschiedlich Leute einunddenselben Rosenbusch oder Wiesenausschnitt sehen und ins Bild setzen :-)

Wenn dir der Bilderrahmen zum Mitnehmen zu unhandlich ist, dann reicht auch ein Blatt Papier, in das Du Fenster zum Durchschauen reinschneidest.
Durch-Blick mit einem Blatt Papier
Das Tolle dabei ist ja, dass diese Löcher nicht nur rechteckig sein müssen – zu manchen naDUr-Einblicken passen unterschiedliche Schau-Fenster <3

Durch-Blick - freihändigWenn Du grad irgendwo im Grünen bist und leider ganz und gar nix zum Durchblicken hast, dann mach einfach aus deinen Fingern ein Fenster – je nachdem, ob Du dabei die Arme ausgestreckt oder angewinkelt hast, kannst Du so auch ins Detail oder in die Ferne zoooooomen :-)

Und nun zum ultimativen naDUr-DUrch-Blick-Tipp:
Durch-Blick mit einem LindenblattWir haben gerade die Zeit der nimmersatten Raupen – davon sind z.B. Birken- und Lindenblätter gezeichnet.
Diese natürlich entstandenen Durchblicke lassen dich die Welt auf eine ganz einzigartige Sichtweise betrachten :-)
Durch-Blick mit einer einzigartigen Weltsicht

Viel Freude bei deinen eigenen Natur-EinsICHten!

vorbereiteter Durch-Blick im WaldÜbrigens …
An manchen Naturschauplätzen haben NaturpädagogInnen auch hilfreiche Sehhilfen positioniert, um dich z.B. bei ersten Waldeinblicken zu unterstützen.

Als fortgeschrittene/r Schauer/in nutzt Du natürlich die oben erwähnten Tipps für den mobilen Einsatz in jeder Umgebung und für variable EinsICHten ;-)

Viel Spaß beim naDUrchblicken!


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