Ihr Name ist Löwenzahn – oder so

von die <:3)~~ am 27. April 2011 – 18:00 |

LöwenzahnAls Maus hab ich natürlich Respekt vor einer Blume mit ihrem Namen.
Sie ist derzeit auch wirklich nicht zu übersehen – die Blume namens Löwenzahn.
Ihren Namen hat sie bekommen, weil

  • ihre Blätter gezackt sind wie die Zähne einer Löwin.
  • ihr Blütenkopf wie eine Löwenmähne ausschaut.
  • oder weil sich irgendwann mal diese Geschichte zugetragen hat.

Oder vielleicht war es ja auch ganz ganz anders …
… weil die Blume namens Löwenzahn auch noch einige andere Namen hat: Maiblume, Kettenblume, Butterblume,  Kuhblume, Saublume, Milchkraut, … und natürlich auch ab einem gewissen Zeitpunkt: Pusteblume

Aber einen Namen, den MUSS ich Dir noch erzählen!
Weil den vergisst Du dann sicher nie mehr!
Der Löwenzahn wird auch Bettpisser genannt.

Ehrlich! Und zwar weil man den Löwenzahn ja essen kann und der dann harntreibend wirkt, wird die Blume in manchen Regionen auch Pisserblume bzw. Bettpisser und Bettseicher genannt.

In Frankreich heißt die Pflanze ganz offiziell pissenlit – wobei lit das Bett ist ;-)

Löwenzahnwiese
So, und wenn dir der Anblick dieses gelben Blütenmeers noch immer nicht genügend auf die Blase drückt, dann empfehle ich dir: Google mal nach Löwenzahn Rezepte – und probier es doch einfach selbst aus, ob die Pissnelke ihren Namen zu Recht verdient hat ;-)

. . . . . . . . . das lehrt dich grad die <:3)~~ . . . . . . . . .


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Wilde Ritzenvegetation – Mach mit!

von naDUr.at am 16. April 2011 – 11:31 |

wilde EscheIrgendwie hat der Mensch – speziell der Stadtmensch – eine Schwäche dafür, allesmögliche rundumihnherum mit Beton & Co pflegeleicht zu machen.
Irgendwie hat es sich der Mensch dadurch – speziell in der Stadt – schwer gemacht, natürlicher Natur zu begegnen.

Ab sofort startet daher hier bei naDUr.at der Mitmach-Themenschwerpunkt „Ritzenvegetation“ unter dem doppeldeutigen Schlagwort: WiR

[WiR] = Wilde Ritzen
und es soll eine kleine oder – wenn auch DU kräftig mithilfst – große Hommage an jene unbeugsamen Lebewesen sein,

  • die die Zwischenräume der wohlüberlegten Baupläne erobern.
  • die unbeachtete Ritzen als eigene Lebensräume besetzen.
  • die manchmal so voll Lebenskraft stecken, dass sie Fugen sprengen und sich ihren Platz auf dieser Welt einfach nehmen.

Ja, es geht um die Wilde Ritzenvegetation!

Und es geht darum zu erkennen, wieviel schöner und fröhlicher eine Betonstufe, ein Hauseck, ein Kanaldeckel, eine Mauernische oder ein Asphaltweg doch mit ein bisschen Leben aussieht!
wilde Veilchen

„Wildwuchs – Vom Wert dessen, was von selbst ist“ war 2003 der Titel einer Aktionsreihe in Wien, und auch der Titel einer Publikation, die sich die MA22-Umweltschutz damals zu ihrem 30. Geburtstag als „Anthologie des Ungeplanten“ selbst geschenkt hat. Teilweise philosophisch, dokumentarisch, schwärmerisch und besinnlich ist sie – wohl auch heute noch – „Der Wildnis in uns und um uns“ gewidmet.
wilder Löwenzahn

Ab sofort bist DU bei naDUr.at eingeladen, die Wilden Ritzen überall in unseren eigenen Betonlebensräumen zu entdecken – sie auf dich wirken – und dich von der Kraft des Ungeplanten, Spontanen, Genügsamen und Eigenwilligen begeistern zu lassen.

wildes GrasUnd vielleicht hast Du zufällig bei deinen Wildnis-Touren zufällig eine Kamera dabei und dokumentierst deine Wildwuchs-Impressionen? Dann teile sie doch mit anderen WiR-Begeisterten!
naDUr.at hat zu diesem Zweck bei der Fotocommunity Flickr eine eigene WiR-Gruppe eingerichtet. Dort kannst Du (wenn auch Du Flickr-Mitglied bist) deine Wilden Ritzen Fotos in den gemeinsamen, öffentlichen [WiR]-Fotopool stellen.

wilde GeschichteUnd vielleicht verleitet dich der Anblick eines Wildlings zu einer Geschichte, einer Fabel oder einer Gedankenreise?
Dann stell deinen WiR-Text doch ins Internet (z.B. in dein eigenes Weblog, oder auf Anfrage auch in ein naDUr-Blog …) und sag kurz Bescheid. Im neuen Menüpunkt [WiR] entsteht auch eine Linkliste zu WiRren Stories & Wilden Geschichten.

Auf eine gemeinsame Wilde Zeit,
freut sich naDUr.at


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die Goldrute ist jetzt weiß

von naDUr.at am 17. Januar 2011 – 15:01 |

Goldrute im SommerIm Sommer ist sie nicht zu übersehen:
die Goldrute

Speziell die Kanadische Goldrute breitet sich bei uns ziemlich rasch und massenhaft aus.
Sie gehört zu den Neophyten – den „neuen“ Pflanzen – die eigentlich in anderen Gegenden oder Kontinenten zuhause sind, sich aber in unserem Klima sehr wohlfühlen und sich daher mangels natürlicher Fressfeinde rasant vermehren.

Als „hübsche“ und anspruchslose Pflanze wurde die Goldrute bei uns eingeführt, um die Gärten zu „verhübschen“ :-)
Und dann hat sie sich selbstständig gemacht und besiedelt nun – unerwünscht – alle möglichen Lebensräume: Bahnsteige, Schutthalden und besonders gerne Bachufer und Auwälder.
Auch diese Flächen schauen mit der Goldrute freilich recht hübsch aus – problematisch ist dabei allerdings, dass durch ihr massenhaftes Vorkommen und auch durch ihre Wuchshöhe (bis zu 2Meter), einheimischen Pflanzen quasi der Boden unter den Wurzeln und das Licht für die Blätter genommen wird.

Die (Kanadische) Goldrute – auch Goldraute genannt – ist also zwar in den Gärten sehr willkommen, aber in der Natur nicht wirklich gern gesehen. Da geht’s ihr wie dem Drüsigen Springkraut!

Goldrute im WinterHübsch ist die goldgelbe Rute übrigens nicht nur zur Blüte!
Jetzt im/nach dem Winter stehen ihre Samen wie kleine, weiße Plüschbälle in der Sonne und warten auf – so wie wir Menschen – den Frühling :-)


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„Ab hier darf es wachsen.“

von naDUr.at am 23. September 2010 – 10:03 |

Stadtwiese Es geht um das Gras.
Speziell um jenes, dass im 5. Wiener Bezirk am Grünstreifen zwischen den beiden Gürtelfahrbahnen wächst.

„Schon 3 Jahre lang,“ erklärt Harald Gross vom Bereich Naturschutz der MA22, „darf hier das Gras wachsen. Und es war gar nicht so leicht, das Wachsenlassen in die Köpfe der Menschen zu bringen.“
Das Projekt heißt nun Gürtelwiese.

Nach drei Jahren hat sich auf der ehemaligen Rasenfläche bereits eine artenreiche Wiese entwickelt.
„Eine Zählung hat bereits 80 verschiedene Pflanzen ergeben,“ berichtet Harald – mittlerweile sind wir per DU in der Natur – „und es gibt erste Führungen und auch ein Wiesenfest hat schon sehr erfolgreich stattgefunden.“

Und warum ist eine Wiese in der Stadt jetzt so was besonderes?
„Hier können die Menschen mal sehen, wie die Pflanzen wirklich ausschauen – nicht auf 2,5cm gekürzt, sondern mal groß, mal klein, mal breit, mal schmal, kurz und auch hoch. Und sie können Jahreszeiten abseits des grünen Einheitsteppichs sehen.“

Ein Schild kennzeichnet das Projekt – damit jedeR sofort erkennt:
Ab hier darf es wachsen – das Gras.
Gürtelwiese
Denn sonst kommt es schon vor, dass manche StädterInnen anrufen und darauf hinweisen, dass der Rasen schon wieder viel zu hoch ist und dringend gemäht werden muss.

Und noch was muss in die Köpfe der Stadtmenschen:
Die Wiese darf betreten werden,
und Blumenpflücken ist auch erwünscht!

Komm doch vorbei und probier’s einfach selbst mal aus!

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

*grübelgrübel*
Natur als Projekt – dies könnte sich zu einer naDUr-Serie entwickeln …
Diese Idee lass ich jetzt mal wachsen ;-)


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kurzsichtige Zaunwinde

von die <:3)~~ am 14. September 2010 – 10:10 |

ZaunwindeEs war einmal eine Zaunwinde …
… die wuchs fast königinnenhaft an einem langen Maschendrahtzaun entlang, der eine ganze Kleingartenkolonie umringte.

Doch, die kleine Zaunwinde war nicht wie die anderen. Sie konnte sich winden und wachsen wie sie wollte, irgendwie verpasste sie dauernd den Draht, der sie ganz hoch hinaus bringen sollte.
Die anderen Zaunwinden hatten natürlich Mitleid mit der kleinen Prinzessin und es machte das Gerücht die Runde um die ganze Zaun-Kolonie, dass sie wohl kurzsichtig sein musste – die Arme.

Doch was war tatsächlich los mit der Kleinen?
Sie war auf der Suche nach ihrer eigenen Bestimmung.
Sie wollte wachsen, wie es noch keine Zaunwinde vor ihr getan hatte.
Sie sollte nicht wie alle anderen hoch hinaus, sondern Neues ausprobieren.

Und so griff sie nicht nach dem naheliegenden Drahtgeflecht,
sondern kringelte sich in sich selbst zusammen und fand ihre neue Bestimmung als Zaunwinden-Brezel:
Zaunwinden-Brezel

… und weil sie anders war als die anderen,
erregte sie die Aufmerksamkeit einer Spaziergängerin.
Sie wurde fotografiert und ihr Bild ist nun sogar im Internet zu finden!

Das erzählen sich seither die anderen Zaunwinden entlang der Kleingartenkolonie und sagen voll Stolz:
„Ich hab sie persönlich gekannt. Und sie war gar nicht kurzsichtig, genaugenommen hatte sie sogar Weitblick.“

. . . . . . . . . das erzählt sich so die <:3)~~ . . . . . . . . .


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