Nicht alles was im Laub raschelt ist eine Maus …

von naDUr.at am 22. November 2014 – 12:35 |

… manchmal ist es auch – Na! Erkennst Du’s?
Was für ein Tier raschelt da im Laub?

Richtig! Es ist ein _Feldhamster_ :)
(Zur Kontrolle einfach die Leerstelle zwischen den _Strichen_ markieren)

Und Nein! Er ist NICHT niedlich!
Im Gegensatz zu ihren putzigen Miniverwandten in gut ausgestatteten Kleintierkäfigen mit obligatorischem Laufrad in Kinderzimmern, sind die heimischen echten, wilden, freilebenden Vertreter der Familie der Wühler richtig aufbrausende Gesellen, wenn es um ihr Revier geht!
Da wundert es nicht, dass manche Raufbolde mit vernarbten Schnauzen beeindrucken.

Feldhamster "Scarface"Dieses Scarface hab ich übrigens auf einem Kinderspielplatz in Wien entdeckt.
Wetterbedingt ist zur aktuellen Jahreszeit da eher weniger los – und so scheinen die unterirdischen StadtbewohnerInnen – auch aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit – den Spielplatz als Gelegenheit zum Sammeln von allerlei Fressbarem zu nutzen. Nunja, in Beserlparks und auf Kinderplätzen fällt vermutlich so einiges an Krümmel, Brösel und Körndl an – was eigentlich für andere Tiere ausgestreut wurde – und für eine gut gefüllte, unterirdische Speisekammer im Winter sorgt.

Die kleinen Wühler sind nicht selten der Schrecken großer Firmenprojekte.
Da sie vom Aussterben bedroht und daher streng geschützt sind, kann so ein kleines Wesen oder eine Kolonie riesige Bauprojekte stoppen.
Dann werden verunsicherte Investorfirmen kreativ – und planen groß angelegte Umsiedelungsaktionen für die Kleinen.
Auch Naturschützer/innen sind kreativ – „Rent a HamsterFHV-Feldhamsterverleih (Impressum beachten!) bestückt Naturräume, die durch Großbauprojekte gefährdet sind, mit den schutzbedürftigen Nagern. Baustopp ist die Folge – die Natur ist gerettet!?

In Österreich gibt es seit 2010 einen „Aktionsplan Feldhamster“ (Link zur PDF-Datei) und das Lebensministerium hat dazu eine eigene Webseite mit Info- und Lernmaterialien rund um den Nager zusammen gestellt.

Feldhamster unterwegs am KinderspielplatzWillst DU auch mal einen Feldhamster in freier Wildbahn sehen, dann kann dich diese Wien-Karte zu Hamster-Populationen (Link zur PDF-Datei) auf den richtigen Weg bringen :)
Und wenn DU einen Feldhamster oder gar mehrere siehst, dann solltest Du deine Hamster-Sichtung an ExpertInnen melden – dadurch können die Naturräume für die bedrohte Art besser geschützt werden.

So – und jetzt aber raus in die Natur, denn bald wird es kälter und dann schlafen die Hamster tief unten im Boden und dann musst Du bis nächstes Jahr warten, um so einen hübschen Raufbold live zu erleben ;)

Tipp von der Maus <:3)~~
Haushamster-Besitzer/innen wissen es ohnehin: Hamster schlafen tagsüber und sind meist dämmerungs- und nachtaktiv. Wenn Du also einen freilebenden Hamster beobachten willst, empfiehlt sich ein Spätnachmittags- oder Frühabend-Spaziergang. Bei einem Morgen-Spaziergang wirst Du zwar keine Hamster, aber sicher viele andere Wildtiere entdecken <;3)~~


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Holzbiene küsst Löwenmaul

von naDUr.at am 4. Juni 2014 – 13:33 |

… oder umgekehrt?!
Ja okay, das klingt ziemlich schmalzig, aber mal ehrlich:
„Holzbiene küsst Löwenmaul“, das könnte doch auch der Titel einer wunderbaren Geschichte sein, die mit „Es war einmal …“ beginnt und mit „und wenn sie nicht (aus)gestorben sind, …“ happy-endet.
Holzbiene küsst Löwenmaul

Und ja – ein Happy End braucht die Holzbiene, denn als Wildbiene hat sie es wirklich nicht leicht zwischen den Menschen zu (über)leben.
Naturnahe GrünoaseUmso erfreulicher, dass dieser Schnappschuss mitten in Wien über den Zaun einer Schrebergartenanlage entstanden ist.
An dieser Stelle darf ich mich im Namen von Holzbiene&Co bei allen GärtnerInnen bedanken, die ihre Grünoasen naturnahe gestalten und pflegen!

Wildbienen in Wien – davon gibt es laut Wiener Umweltschutzabteilung (MA22) rund 500 Arten.
In einem kleinen Leitfaden (PDF) wird man motiviert, genauer hinzuschauen, um eine Mauerbiene oder Zottelbiene von einer normalen Honigbiene zu unterschieden. Man erfährt aber auch, wie man Wildbienen unterstützen kann. Wer noch genauer hinschauen will, sollte sich dieses Bienenposter (PDF) genauer anschauen :)

Und wer jetzt gar nicht mehr genug von den Wilden bekommen kann – auf wildbienen.de findest Du von A-wie-Artenvielfalt über B-Blutbienen, Hosen- und Kraftbienen auch Pelz- und Sandbienen bis Du schließlich bei Z-wie-Zottel- und Zweizahnbienen ankommst.

HolzbieneSo – und nun aber hinaus ins Freie – denn nur dort kannst Du der Vielfalt an Wildbienen wirklich ganz dicht auf den Pelz rücken :)

Summen & Brummen hörst die Immen naDürlich auch nur draußen live in der Natur! 

 


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Die Blattlaus gibt’s nicht

von naDUr.at am 29. Mai 2014 – 09:53 |

BlattläuseNach einem unkalten Winter haben es die BiologInnen vorhergesagt und die GärtnerInnen befürchtet:
Die Blattläuse werden heuer in Massen auftreten!

Mal ehrlich – hat schon mal jemand eine Blattlaus alleine gesehen?
„Die Blattlaus“ gibt’s in der Natur nicht! Vielleicht gibt es sie ja im Singular im Salat – wenn Du Glück hast!

Sogar bei Wikipedia erscheinen beim Eintrag „Blattlaus“ die Blattläuse.
Und wowww – hast Du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, dass es verschiedene Arten von diesen Pflanzensaftsaugern gibt?
Nein? Na dann freu dich doch über die diesjährige Gelegenheit in den Blattläuse-Massen die Artenvielfalt zu entdecken ;)

Nebenbei: Falls Du auf verzweifelt seufzende GärtnerInnen stößt, dann gib ihnen doch dieses Gedicht von Wilhelm Busch :)


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Aussicht mit Blumen

von naDUr.at am 6. Juli 2013 – 17:42 |

Während man bei einem Naturspaziergang in erster Linie den Blick auf den Boden richten sollte, um vielfältige Blumenpracht zu sehen – ist es bei einem Stadtspaziergang genau andersrum. In der Stadt musst Du den Kopf und den Blick in die Höhe heben – dann findest Du viele verschiedene Blumen!

Fensterbretter können von 2 Seiten her betrachtet werden:
Von außen – also der Straßenseite – erzählen sie einiges über die Menschen, die hinter dem geschmückten Fensterbrett leben.
Von innen – also vom Zimmer aus betrachtet – täuschen Fensterblumen über die graue Realität vor dem Haus hinweg und ermöglichen den Blick in die Natur.

Interessant ist auch, die Vielfalt und Verschiedenheit der freigestaltbaren Natur-Aussicht: Der Blick – von innen und außen – kann auf wenigen Metern von einer wilden Blumenwiese über einen roten Geranientraum bis hin zu einem bunten Sommerblütenmeer schweifen.
Blumen-Vielfalt-Fensterbrett

BlumenfensterManche Fensterbrett-GestalterInnen schaffen es sogar, mit ihrer Kreation eine alte Hausfassage interessant zu machen.
Andere Fensterbrett-BesitzerInnen sind schon froh, dass sie überhaupt ein Fenster mit Aussicht haben.
Fenster mit AussichtSobald diese Freude abgeklungen ist, werden sie sich sicher auch an eine prachtvolle Gestaltung ihrer Aussicht machen ;-)

Und DU? Hast Du auch ein Fensterbrett gestaltet? Blickst Du jetzt ins Grüne oder ins Bunte?
Geh doch mal raus – schlendere mit gehobenem Blick durch die Stadt & entdecke die Vielfalt an Blumen innerhalb einer einzigen Straße! 
Du wirst staunen & nimmst vielleicht Inspirationen für dein eigenes Fensterbrett mit :-)


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2013 – Juli streift die Wasser-Grenzen

von naDUr.at am 3. Juli 2013 – 10:39 |

~ ~ ~ Hier ist eine Antwortoption zur Juli-Frage im Wasser-Kalender 2013 ~ ~ ~

Juli im naDUr-Wasserkalender 2013Dort wo sich Wasser und Land begegnen treffen Elemente aufeinander, die sich gegenseitig formen: Schluchten, Klippen, Böschungen, … entstehen und verändern sich – fließend.
Besteht die Uferzone aus kleinen, lockeren Gesteinsbröckchen – Sand, Kies oder Geröll – wird dieses Ufer auch als Strand bezeichnet.

Beim Wort Strand denken wir sofort an Urlaub – vorzugsweise im Süden und am Meer. Strände gibt es aber auch an den Ufern von Seen und Flüssen – z.B. an der Donau.
Donaustrand

Strände, haben je nach Gesteinsart/Material unterschiedliche Farben.
An verschiedenen Meeresküsten kann man das gut vergleichen – feine weiße, grobe schwarze, golden leuchtende im Sonnenlicht, … (siehe Fußnote)
Und wenn Du ganz genau auf die kleinen Steinchen schaust, wirst du entdecken, dass auch der langweiligste graue Donaustrand voller Farben steckt.
Donaustrand im Detail
Versuchs mal – und finde ein weißes, ein schwarzes und einen rotes Körnchen „Strand-Wahrheit“ ;-)
Oder geh raus an deinen nächstgelegenen Strand und finde dort auch grüne und gelbe Steinchen :-)

Noch ein kleiner Sehtest: Strand oder „nur“ Ufer?
Die folgenden Fotos zeigen dir verschiedene Ufer zwischen Wasser und Land – welche davon können auch als Strand bezeichnet werden?
Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer?

Nebenbei – kleine Fußnote: Viel Sand – Viele Sandarten
Sand ist ein Singular-Wort, steckt aber von naturaus aus vielen vielen verschiedenen kleinen Körnchen. Ein großer Sandstrand besteht also aus viel Sand – auch eine große Sandkiste besteht aus viel Sand. Will ich jetzt aber verschiedene Sandarten vergleichen und stelle sie nebeneinander – was denkst Du, sag ich dann – wie ist der Plural von Sand?
Meine verschiedenen Sände? Sande? Sands?
Der Sand - Die verschiedenen ...?
Die Antwort: _Sande – aber auch Sände ist richtig_ (Leerstelle markieren)
Und die verschiedenen Sandarten fühlen sich auch ganz unterschiedlich an.


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