Die Blattlaus gibt’s nicht

von naDUr.at am 29. Mai 2014 – 09:53 |

BlattläuseNach einem unkalten Winter haben es die BiologInnen vorhergesagt und die GärtnerInnen befürchtet:
Die Blattläuse werden heuer in Massen auftreten!

Mal ehrlich – hat schon mal jemand eine Blattlaus alleine gesehen?
„Die Blattlaus“ gibt’s in der Natur nicht! Vielleicht gibt es sie ja im Singular im Salat – wenn Du Glück hast!

Sogar bei Wikipedia erscheinen beim Eintrag „Blattlaus“ die Blattläuse.
Und wowww – hast Du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, dass es verschiedene Arten von diesen Pflanzensaftsaugern gibt?
Nein? Na dann freu dich doch über die diesjährige Gelegenheit in den Blattläuse-Massen die Artenvielfalt zu entdecken ;)

Nebenbei: Falls Du auf verzweifelt seufzende GärtnerInnen stößt, dann gib ihnen doch dieses Gedicht von Wilhelm Busch :)


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Aussicht mit Blumen

von naDUr.at am 6. Juli 2013 – 17:42 |

Während man bei einem Naturspaziergang in erster Linie den Blick auf den Boden richten sollte, um vielfältige Blumenpracht zu sehen – ist es bei einem Stadtspaziergang genau andersrum. In der Stadt musst Du den Kopf und den Blick in die Höhe heben – dann findest Du viele verschiedene Blumen!

Fensterbretter können von 2 Seiten her betrachtet werden:
Von außen – also der Straßenseite – erzählen sie einiges über die Menschen, die hinter dem geschmückten Fensterbrett leben.
Von innen – also vom Zimmer aus betrachtet – täuschen Fensterblumen über die graue Realität vor dem Haus hinweg und ermöglichen den Blick in die Natur.

Interessant ist auch, die Vielfalt und Verschiedenheit der freigestaltbaren Natur-Aussicht: Der Blick – von innen und außen – kann auf wenigen Metern von einer wilden Blumenwiese über einen roten Geranientraum bis hin zu einem bunten Sommerblütenmeer schweifen.
Blumen-Vielfalt-Fensterbrett

BlumenfensterManche Fensterbrett-GestalterInnen schaffen es sogar, mit ihrer Kreation eine alte Hausfassage interessant zu machen.
Andere Fensterbrett-BesitzerInnen sind schon froh, dass sie überhaupt ein Fenster mit Aussicht haben.
Fenster mit AussichtSobald diese Freude abgeklungen ist, werden sie sich sicher auch an eine prachtvolle Gestaltung ihrer Aussicht machen ;-)

Und DU? Hast Du auch ein Fensterbrett gestaltet? Blickst Du jetzt ins Grüne oder ins Bunte?
Geh doch mal raus – schlendere mit gehobenem Blick durch die Stadt & entdecke die Vielfalt an Blumen innerhalb einer einzigen Straße! 
Du wirst staunen & nimmst vielleicht Inspirationen für dein eigenes Fensterbrett mit :-)


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2013 – Juli streift die Wasser-Grenzen

von naDUr.at am 3. Juli 2013 – 10:39 |

~ ~ ~ Hier ist eine Antwortoption zur Juli-Frage im Wasser-Kalender 2013 ~ ~ ~

Juli im naDUr-Wasserkalender 2013Dort wo sich Wasser und Land begegnen treffen Elemente aufeinander, die sich gegenseitig formen: Schluchten, Klippen, Böschungen, … entstehen und verändern sich – fließend.
Besteht die Uferzone aus kleinen, lockeren Gesteinsbröckchen – Sand, Kies oder Geröll – wird dieses Ufer auch als Strand bezeichnet.

Beim Wort Strand denken wir sofort an Urlaub – vorzugsweise im Süden und am Meer. Strände gibt es aber auch an den Ufern von Seen und Flüssen – z.B. an der Donau.
Donaustrand

Strände, haben je nach Gesteinsart/Material unterschiedliche Farben.
An verschiedenen Meeresküsten kann man das gut vergleichen – feine weiße, grobe schwarze, golden leuchtende im Sonnenlicht, … (siehe Fußnote)
Und wenn Du ganz genau auf die kleinen Steinchen schaust, wirst du entdecken, dass auch der langweiligste graue Donaustrand voller Farben steckt.
Donaustrand im Detail
Versuchs mal – und finde ein weißes, ein schwarzes und einen rotes Körnchen „Strand-Wahrheit“ ;-)
Oder geh raus an deinen nächstgelegenen Strand und finde dort auch grüne und gelbe Steinchen :-)

Noch ein kleiner Sehtest: Strand oder „nur“ Ufer?
Die folgenden Fotos zeigen dir verschiedene Ufer zwischen Wasser und Land – welche davon können auch als Strand bezeichnet werden?
Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer? Strand oder "nur" Ufer?

Nebenbei – kleine Fußnote: Viel Sand – Viele Sandarten
Sand ist ein Singular-Wort, steckt aber von naturaus aus vielen vielen verschiedenen kleinen Körnchen. Ein großer Sandstrand besteht also aus viel Sand – auch eine große Sandkiste besteht aus viel Sand. Will ich jetzt aber verschiedene Sandarten vergleichen und stelle sie nebeneinander – was denkst Du, sag ich dann – wie ist der Plural von Sand?
Meine verschiedenen Sände? Sande? Sands?
Der Sand - Die verschiedenen ...?
Die Antwort: _Sande – aber auch Sände ist richtig_ (Leerstelle markieren)
Und die verschiedenen Sandarten fühlen sich auch ganz unterschiedlich an.


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Ich schau dir in die Augen, kleiner Kürbis

von naDUr.at am 12. November 2012 – 09:23 |

Zugegeben, die Zeit der Kürbisernte ist schon einige Zeit her – aber die Zeit der Kürbisküche ist voll im Gang :-)

Gestern wurde so eine kleine schmackhafte Kugel verarbeitet – und dabei ist ein Stückerl Schale „zufällig“ so abgefallen, dass mir spontan das berühmte Filmzitat in den Sinn kam:

Der kleine Kürbis – der auf den Namen „Blue Ballet“ hört – stammte aus Niederösterreich, wurde – wie jedes Jahr – vom Franzlbauer großgezogen – mit vielen anderen Kürbissorten (angeblich sind es 400 verschiedene Sorten) hübsch arrangiert und zu wahren Kunstwerken dekoriert.

Während kürzlich einige seiner orangefarbenen Verwandten Ende Oktober zu leuchtenden Halloween-Lampen verarbeitet wurden, landete der Kleine Blaue mit den schönen Augen – als leckere Suppe auf dem Sonntagstisch :-P
Noch bis 14.11. ist heuer die urige Kürbisschau beim Franzlbauer im Wienerwald zu besichtigen – vielleicht schaust Du vorbei und vielleicht schaust Du dann auch in kleine Kürbisaugen ;-)

Nachlese: Rezepttipp für Halloween-Kugeln
Rückschau zum Thema Vielfalt mit Kürbis(schau)motiv


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Natur-liches & Kunst-liches

von naDUr.at am 3. November 2012 – 09:12 |

Überraschend viel Natur gibt es in den Kunstwerken auf der aktuellen Artfair MAF2012 zu entdecken. Und diese Naturvielfalt lädt zum Weiterentdecken ein – hier ein paar Startaspekte und Links für eigene naturnahe Entdeckungstouren in ausgewählte Kunstprojekte:


Letizia Werth hat 2010 in China einen See entdeckt, dessen Wasser so stark mit Algen verschmutzt ist, dass damit Postkarten gemalt werden konnten. Im Rahmen eines Kunstprojekts hat sie diese „schönen“ Karten Vorort in China an Tourist/innen verkauft, als echte „Greetings from the Lake“ und so verbreitet der See selbst das Umweltschutz-Thema und sein UmweltschMutz-Problem durch persönliche Urlaubsgrüße rund um die Welt. Originalpostkarten sind mittlerweile rar geworden und daher gibt es seit 2012 auch normale Infogrußkarten zu den Kunstkarten zum Verschicken von „schönen Grüßen“ mit Umweltbotschaften – so geht das Projekt „Dianchi“ weiter … um die Welt.


Sophie Tiller hat 2008 auf ihrem Balkon ein Langzeitprojekt gestartet. In alten Naturkundebüchern wurden Samen der Kapuzinerkresse gepflanzt. Mittlerweile haben sich von selbst andere Pflanzen und Kleinlebewesen dazugesiedelt und eigene Lebensräume geschaffen – das Projekt „Der Parasit“ geht also von selbst weiter …


Susanne Piotter fotografiert unwirtliche urbane Räume, die von Menschen verlassen wurden und besiedelt diese in Druckgrafiken mit Insekten und anderen Objekten die erst auf den zweiten Blick als be/fremd/lich erkannt werden. „Die Insekten sind Platzhalter für die Menschen“ – ob die Menschen wohl irgendwann in ihre Stadtteile zurückkehren werden …?


Oliver Roman baut mit Bäumen. Dabei nutzt er die Individualität der Bäume, um die „Intelligenz der Natur“ zu zeigen. Seine Bäume holt er sich zum Großteil selbst aus den Bergwäldern, denn dort – im jahrelangen Kampf mit der Witterung – haben sie ihre Identität und natürliche Intelligenz ausgeformt – und zeigen sie in seinen Skulpturen und Wohnobjekten weiter …


Elke Knauder findet die Materialien für ihre Skulpturen und Blütenobjekte im eigenen Garten. Geschnittenem Gras, abgefallenen Tulpenblättern und verschiedenen Rosenteilen wird durch Transformation neue Form gegeben – dadurch können sie „weiterleben“ …


Helmut Palla gibt einer alten Schädelsammlung neues Leben – so wie er es auch sonst mit Fundobjekten, großteils Möbelstücken tut. Die präparierten Tierschädel aus den 1930er-Jahren haben diesmal jedoch ihn gefunden, eigentlich wieder-gefunden, denn er kennt die Sammlung eines Präparators seit seiner Kindheit – nun leben die Teile in „Noah’s forgotten creatures“ neu auf …

Alle vorgestellten Natur-Aspekte in Kunst-Projekten sind noch bis 4.Nov.2012 in Wien auf der MAF2012 – veranstaltet vom Metropolitain Art Club – hautnah zu erleben. Dabei gibt es auch die Gelegenheit interessante Details direkt persönlich von den KünstlerInnen zu erfahren.


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