Vorschau: Buchenwald 2120

von naDUr.at am 31. März 2019 – 11:12 |

Im Frühling schießt und sprießt jeder Keimling ins Licht …
Hier siehst Du z.B. eine Hand voll Buchenwald für das Jahr 2120.

Rotbuchen für den Wienerwald im Jahr 2120

In 100 Jahren könnte aus diesen kleinen Bucheckerlingen die neue Generation „Wiener Wald“ gewachsen sein … zumindest theoretisch.

Praktisch wird wohl keine dieser Baby-Rotbuchen groß werden … die einen werden gefressen, den anderen wird es zu dunkel werden, wenn erst die großen Bäume ihre Blätter haben. Und der Rest, der es dennoch bis zur Gestüpp-Höhe schafft, wird dann im Zuge der forstwirtschaftlichen „Jungbestandspflege“ in den ersten 10-15 Jahren laufend „bereinigt“ – bis: „Der Abstand zwischen den erwachsenen Zukunftsstämmen … im Endbestand bei Laubholz zwischen 10 und 12 Meter“ beträgt. Damit sind wir auch schon am Ende einer Zukunftsromantik für den aufkeimenden Buchenwald im Frühling 2019 – siehe obiges Bild ;)

Aber auch nicht sehr tragisch: Alle paar Jahre kommt es zu einer überdurchschnittlich hohen Samenproduktion – vor allem nach heißen, trockenen Sommern. Diese Jahre werden auch Mastjahre genannt, weil früher die Tiere – u.a. Schweine – in dieser Zeit besonders viel Samen zu fressen hatten und entsprechen viel Speck ansetzten.
Irgendwann schafft es dann eine kleine Buchecker und wird zur Buche.
Und wenn sie nicht durch Sturm umgeblasen oder im Alter von 80-100 Jahren „geerntet“ wird, dann kann daraus ein richtiger Charakterbaum werden, der vielleicht sogar zum Naturdenkmal erklärt wird …

Am Wiener Rathausplatz steht als Naturdenkmal Nummer 562 eine Rotbuche.
Geh sie doch mal besuchen!
Oder such dir einen ganz eigenen Baum als Denk!mal aus – vielleicht gleich heute als Keimling im Frühlingswald?!  Und begleite diesen Baum durch einige Jahre, Jahrzehnte …


abgelegt in aKtiveZ, flOra |
Tags: , , , , ,

Streichholzspiele mit dem Tannenbaum

von naDUr.at am 27. Dezember 2018 – 16:48 |

… NEIN, nicht wie DU jetzt vielleicht denkst!!!
Das ist doch gefährlich … und überhaupt:
Da gibt es Lustigeres zu tun, unter der rieselnden Weihnachtstanne!

Und das kam so: Die Maus liebt Weihnachtsbäume – vorzugsweise mit Behang, der vernascht werden kann. Daher sitzt sie auch mit Vorliebe direkt UNTER dem Weihnachtsbaum … und hofft, dass da was für sie abfällt. Und sie hat Glück! Andauernd fällt da heuer was runter vom Baum … nur halt nicht das, worauf sie so (un)geduldig seit 2 Tagen wartet, denn …

Es rieseln laufend Tannennadeln vom Weihnachtsbaum. Und so begann die Weihnachtsmaus die Tannennadeln herumzuschieben, Häufchen zu machen und Muster zu legen, … und irgendwann frage sie mich: Kann man eigentlich auch was Sinnvolles mit den ganzen, nervenden Nadeln unter der Tanne machen?
Ja, man kann … zum Beispiel kann man mit Tannennadeln Rechenspiele wie mit Steichholz-Spielchen machen!

Hääääh! … stand der Maus unter dem Weihnachtsbäumchen ins Gesicht geschrieben, als sie mich anschaute und ihr Mund dabei halb offen blieb.

Also zeigte ich es ihr – und DU kannst da jetzt natürlich auch miträtseln, wenn Du willst:

Schau dir dieses Bildrätsel (1) mit Tannennadeln an:

1. Streichholz-Spiel mit Tannennadeln

… und jetzt überleg mal:
Welche Tannennadel musst DU umlegen, damit die Gleichung im Bild stimmt?
[zuerst selber Tüftlen, dann die Lösung (1) anklicken!]

Na, Lust auf noch ne Runde Rechnen unter der Weihnachtstanne?

2. Streichholz-Spiel mit Tannennadeln

… und hier die Lösung (2) dazu!
Es geht aber auch _3+2=5_ (Leerstelle markieren)

Noch ne dritte Rechnung, dann hast Du das Prinzip kapiert und kannst schon selber losLEGEN! ;)

3. Streichholz-Spiel mit Tannennadeln

die Lösung (3) zur Kontrolle.

Allerlei Ideen oder Inspirationen für Knobelbilder mit Tannennadeln findest Du zB. hier als Bildersuche zu Streichholzrätsel zum Rechnen.

Und falls dir diese Rätselspielerei gefällt, dann sammle doch einige Weihnachtsnadeln und heb sie für nächstes Jahr auf …
… zum Beispiel in einer Streichholzschachtel <;3)~~


abgelegt in <:3)~~, aKtiveZ, terMine |
Tags: , , , , ,

Der Stein, der Gedichte schrieb

von naDUr.at am 3. Dezember 2018 – 15:50 |

Die kurze Geschichte lautet so: Erich Fried hatte einen Stein, der ihm beim Schreiben half.

Der Stein von Erich FriedDie lange Geschichte ist folgende – und da möchte ich jetzt etwas ausholen – DU kannst ja dann die Geschichte umschreiben, kürzen oder erweitern:

Es ist Anfang Dezember – und grauslich kalt und nass.
Die schlechteste Zeit für Outdoor-Beschäftigungen ist immer auch die beste Zeit für Museums-Besuche. Ich war also im Wiener Bezirksmuseum Alsergrund – schön warm hier und voller Geschichte und Geschichten.
Dort gibt’s auch einen Raum, der Erich Fried gewidmet ist … warum, fragst Du?
Dieser Exkurs würde jetzt meine Geschichte etwas zusehr verlängern, daher nur kurz der Hinweis: Schau‘ ins Museum, dort erzählen sie dir gern auch diese Geschichte … oder Du kannst dir bei Wikipedia selbst eine Antwort zurechtlesen ;)

Zurück ins Museum … und in den Ausstellungsraum zu Erich Fried … und jetzt ganz nahe ran an eine Vitrine:
Jö, da liegt ein Stein mit einer Schnur dran … und daneben steht eine große alte Schreibmaschine.
Der Stein der Erich Fried beim Schreiben half  Die Schreibmaschine von Erich Fried

Das ist der Stein, der Erich Fried viele Jahre lang dabei half, Gedichte, Erzählungen, Briefe … zu schreiben.
Denn als bei der Schreibmaschine der Rückholmechanismus kaputt ging, hat Fried – ein Tüftler, der nicht gleich alles (eigentlich nichts) weggeworfen hat, nur weil es wo zwickte – den Stein als Rückhol-Gewicht angebunden.

Kannst Du dir vorstellen, wie das dann ausgesehen hat?
Die Schreibmaschine stand am Schreibtisch.
Links vom Schreibtisch hing die Schnur mit dem Stein dran – und reichte fast bis zum Fußboden.
Jeder getippte Buchstabe hat den Stein Stück-für-S-t-ü-c-k nach oben z-u-c-k-e-n lassen …
Jeder notwendige Zeilenwechsel hat den Stein wieder rrruuunter-rutschen lassen.
Und so entstanden – Buchstabe für Buchstabe – Zeile für Zeile – während der Stein munter rauf hopste und runter rutschte – Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte und Warngedichte …
Vielleicht kennst Du ja das eine oder andere Gedicht von Erich Fried?

Vielleicht war der Stein auch dabei, als das Gedicht – Die Zeit der Steine – entstand?

Vielleicht haben ja der Dichter und der Stein miteinander geredet?
Vielleicht kommt daher auch die Zeile im Gedicht:
Wer die Steine reden hört weiß, …

Wer weiß, vielleicht hat der Stein den Dichter nicht nur jahrelang beim Schreiben geholfen, sondern auch beim Nachdenken?

Nun, ich zumindest denke:
Der Stein schrieb Gedichte – mit Erich Fried
Nun schreibt er – hier unter naDUr.at auch seine eigene Webgeschichte – mit mir ;)

Und vielleicht inspiriert er dich zu einer ganz eigenen Geschichte,
wenn Du ihn besuchen kommst – in seiner Vitrine in Bezirksmuseum Alsergrund.


abgelegt in <:3)~~, aKtiveZ, ii@_, zeugX |
Tags: , , , , ,

QRätsel-Tour zur „Biene Maja“ im Antiquariat

von naDUr.at am 12. Oktober 2018 – 12:12 |

Einladung!
QRätsel-Tour: „Auf den Spuren der Biene Maja“
5+2 interaktive Stationen zu den alten, neuen und neuesten Abenteuern der Biene Maja.
Mit dem Handy über 120 Jahre in die Vergangenheit … und wieder zurück ;o)

QR-Rätsel-Tour zur "Biene Maja" im Antiquariat Klabund

Aktueller Termin: Di., 23. Oktober 2018 – jederzeit von 11 bis 15 Uhr,
im Antiquariat Klabund, Wien
mit Doris Kornfeld (Klabund.at) und Klaudia Mattern (naDUr.at)
Einfach vorbeikommen & miträtseln!

Details & Einblicke unter projekte.WWWeb.at/maja

Die kostenlos Rätsel-Tour für Neugierige jeden Alters findet diesmal im Rahmen der „Woche der Medienkompetenz“ 2018 statt.


abgelegt in aKtiveZ, fAuna, terMine |
Tags: , , , , , ,

Gozo: Azure Window ist Vergangenheit

von naDUr.at am 12. Mai 2017 – 19:19 |

Am 8. März 2017 ist der bekannte Felsbogen „Azure Window“ auf der Insel Gozo zusammengestürzt – und im Meer versunken.

Das Azure Window vor und nach dem Einsturz

Malta hat damit eine wichtige Tourismus-Station verloren – aber eigentlich hat die Natur nur ihren (Kreis)Lauf genommen.
Denn bevor der Küstenfelsen ein „Fenster“ wurde, war er vermutlich eine Höhle. Und die Höhle ist dann irgendwann vor einigen hundert Jahren durch Meeresfluten zusammengestürzt und zu dem beeindruckenden Bogen geworden, der einen eigenen Namen bekam. Der Bogen ist weiterhin vom Meer ausgespült worden und schließlich – wie seit Jahren vorausgesagt – zusammengestürzt … Und jetzt ist der Felsen eine ganz normale Klippe, so wie es viele Kilometer an Klippen auf den maltesischen Inseln gibt.

Das Blaue Fenster lebt ab sofort in den Medien(archiven) weiter.
Es war Schauplatz zahlreicher Filme, Serien und auch eines Werbespots. Es ist auf unzähligen Handyfotos, in Sozialen Medien und auf Fotospeicher-Festplatten „gesichert“. Es ist also nur in der wirklichen Welt verschwunden – in der digitalen Welt lebt es weiter … bzw. ruht es friedlich R.I.P. – Requiescat in Pixels … auch in meinem Bildarchiv :)

Nebenbei: Mit Google-Maps kann man derzeit noch das „Azure Window“ via Satelliten-Ansicht und anhand von Street-View-Bildern von allen Seiten um“wandern“ … und sich sogar oben draufstellen – wo man eigentlich jetzt in Wirklichkeit keinen Boden mehr unter den Füßen hat … irgendwie ein Gefühl von VR – Virtual Reality ;)


abgelegt in ii@_, terMine, zeugX |
Tags: , , ,