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Hügel im Wattenmeer

Das Watt – ein weites Land.
2x täglich – bei Ebbe bis Niedrigwasser – ist das WattenMEER „Land“ – dann kann mensch über den Meeresboden „laufen“. (Auf Norddeutsch wird am Strand „gelaufen“ – das entspricht für uns AlpenländerInnen der Fortbewegungsart „spazieren“.)
Das „watend begehbare Land“ bewohnt ein ganz spezielles Tierchen – der Wattwurm.
Der ca. 20-40cm lange Ringelwurm frisst vorne ständig Sand und stößt ihn hinten alle 1/2 bis 3/4 Stunde wieder aus – dadurch entstehen die für das Watt so charakteristischen Spaghetti-Hügel.

Alle Wattwürmer fressen gemeinsam ca. 1x pro Jahr das gesamte Wattenmeer auf – und geben den Sand dann „gereinigt“ wieder ab. Der Meeresboden wird also jährlich – bis in 20cm Tiefe durchgeputzt. Das ist einen tolle Leistung, denn das Wattenmeer an der Nordsee ist von den Niederlanden über Deutschland bis nach Dänemark rund 450km lang und 9000 km2 groß (das entspricht ca. 10% der Fläche von Österreich). Um diese Sandmasse zu schaffen wohnen die Wattwürmer dicht an dicht – bis zu 40 Tierchen auf einem Quadratmeter, was sich an der Wattwurmhaufenhäufung gut erkennen lässt.
Da wird so manche Wattwanderung zu einer Hügelwanderung ;-)

Seit 2009 ist das Wattenmeer ein UNESCO-Weltnaturerbe – zahlreiche Nationalparks schützen diese besondere Landschaft und ihre Bewohner/innen – vor allem vor den Menschen …