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Träume fangen – eine Bastelanleitung

Traumfänger wirken doppelt!
Zum einen sind sie eine gute Gelegenheit, selbstgesammelte Naturdinge dekorativ zu präsentieren.
Zum zweiten ist es sehr entspannend, wenn sie schön langsam und konzentriert gebastelt werden.
Nun und ob sie – drittens – auch wirklich funktionieren und nächtens die schlechten Träume im Netz fangen und nur die guten Träume durchlassen und so über (d)einen sanften Schlummer wachen, das wirst DU ja dann selbst erfahren ;-)

Wenn dir jetzt im Winter die Tage lang werden, weil das Wetter nicht zum Rausgehen einlädt, stöbere doch mal in deinen Fundstücken, die Du so die letzte Zeit in der Natur gesammelt hast. Und wenn da was Besonderes dabei ist, das Du gern im Zentrum eines Traumfängers platzieren willst, dann kann’s schon mit dem Basteln losgehen …

1. Jeder Traumfänger schaut anders aus – drum gibt’s keine Regeln sondern nur Tipps :-)

2. Jeder Traumfänger ist etwas Besonderes – jedeR Mensch sollte sich daher einen eigenen Traumfänger basteln. Woher soll denn sonst der Dreamcatcher wissen, welche Träume er filtern soll – schließlich schwirren ja jede Menge Träume für viele verschiedene Personen nächtens durch die Luft ;-)

3. Für deinen (ersten) Traumfänger brauchst Du eigentlich nur 4 Sachen:
Einen Ring, eine Schnur, ein paar Federn und (d)ein (magisches) Naturding für die Mitte.
Alles weitere dient nur der zusätzlichen Dekoration – und dabei kannst Du deine Fantasie ausschmücken wie Du willst.

4. Und das sind die Arbeitsschritte:
Ring umwickeln > Netz weben > Ding platzieren > Federn anbinden > Traumfänger aufhängen.

Ein Traumfänger braucht als erstes einen Ring – am besten aus den weichen Ästchen von Weiden gebogen:

Falls Du keinen Weidenring bei der Hand hast, kannst Du natürlich auch andere Ringe nehmen – oder dir einen passenden aus Papier*) falten, rollen oder drehen.
Den Weidenring kannst Du nun wie es dir gefällt entweder naturbelassen lassen oder ihn mit einer Schnur, einem Band oder einfach mit Wolle (so bunt Du willst) umwickeln.

Tipp: Wenn Du am Anfang und am Ende etwas Band dranlässt, hast Du auch gleich was zum Aufhängen :-)

Als nächstes webst Du das Netz – im Inneren des Rings.
Dabei fängst Du am besten oben an, schlingst dann den Faden alle paar Zentimeter einmal um den Ring und ziehst die Schnur straff.

Tipp: Hier im Internet findest Du auch nochmals gute Grafiken vom Weben eines Netzes.
Tipp: Wenn Du den Faden mit einer Nadel oder einer gebogenen Büroklammer einfädelst, geht es vor allem bei den kleineren Schlingen in der Ringmitte schneller.
Alternativtipp: Du kannst aber auch den Faden einfach von einem Rand kreuzundquer zu anderen Ringseiten verbinden – dann schaut dein Netz halt ein bissi wilder aus als gewohnt, das funktioniert aber trotzdem prima. Wie wär es dann auch gleich mit verschiedenen Farben bei den Schnüren?

In das Zentrum des Netzes platzierst Du dein gewähltes Naturobjekt.
Das kannst Du z.B. zum Abschluß mit dem Webfaden auffädeln und ihn dann verknoten.
Tipp: Du kannst aber auch das Netz mit einem Knoten fertig abschließen und dein Naturobjekt (etwa weil es kein Loch zum Ausfädeln hat) in die Netzmitte kleben. Eine Heißklebepistole ist da z.B. hilfreich.

Seitlich und unten knotest Du abschließend zusammengebundene Federn an den Ring.
Tipp: Du kannst die Fäden deines Traumfängers zusätzlich auch gern mit Perlen schmücken, wenn es dir gefällt. Materialien findest Du dafür in der Natur oder im Bastelgeschäft. Vielleicht schneidest/sägst Du von einer Zimtstange kleine Stücke ab, die sich dann gut auffädeln lassen – und zusätzlich zart duften :-)


Fertig ist dein erster Traumfänger!
Vielleicht schaut er ja ein bissi so aus wie dieser hier?

Nun suchst Du natürlich noch den „richtigen“ Platz für deinen Dreamcatcher.
Dieser „richtige“ Platz ist entweder dort wo ihn möglichst viele Leute bewundern können, oder zwischen Fenster und Bett oder beim Kopfende deines Bettes, dort wo auch der Polster liegt.

Das war’s auch schon!
Schaut doch prima aus :-)

Wenn Du weitere Traumfänger gestalten willst – Google hat noch eine ganze Menge guter Ideen, wie so ein Traumfänger aussehen könnte: eingearbeitete Perlen im Netz, ein Dreieck anstelle eines Weidenrings, …
Wikipedia erklärt dir auch genau, wie der Traumfänger angeblich nach der indianischen Mythologie die guten Träume durch das Netz in die Mitte zu dir leitet und die schlechten Träume an den Fäden nach außen ableitet, wo sie angeblich über die Federn zerstreut und im Morgenlicht auflöst werden.

naDUr.at wünscht dir jedenfalls schöne Träume in den langen Winternächten!

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*) Tipp: Dein eigener Ring aus Papier gefaltet bzw. gerollt:
Nimm ein Stück Zeitungspapier und falte oder rolle es zu einer Wurst zusammen. Die Enden umwickle nun mit einem Klebestreifen, damit sie zusammenhalten und biege nun den Papierring schön rund. Du kannst auch den gesamten Ring abschließend mit Klebeband umwickeln, damit er fester wird.

Spezialtipp: Wenn Du schon genau weißt, wie groß dein Ring/Traumfänger werden soll, dann hilft ein bissi rechnen: Die Länge des Zeitungpapiers bildet den Umfang deines Ringes. Soll der Ring z.B. einen Durchmesser von 10cm haben, dann berechnest Du die notwendige Papierlänge mit der Formel:

Umfang=Durchmesser mal Zahl π (Pi)
u=d·π
Für unser Traumbeispiel wären das also:
10cm Durchmesser mal Pi (~3,14) = 31,4cm

(!) Die Zeitungswurst muss also knapp 32cm lang sein, damit unser Ring dann 10cm Durchmesser hat :-)