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Gottesanbeter-in

Kürzlich am abendlichen Heimweg von einer Stadt-Exkursion in Wien im Rahmen von City-Nature.eu hab ich SIE gesehen:
DIE GottesanbeterIN … also Die Gemeine, Die Europäische – schlicht DIE Gottesanbeterin … und JA, es ist eine Sie, ein Weibchen.

Die Gottesanbeterin – weiblich

Okay, wer hätte die große, leuchtend grüne Schönheit am schwarzen Holzlatten-Zaun nicht gesehen …
Nicht gerade gut im „Verstecken“ die Hübsche, hab ich mir noch gedacht … und schnell mal ein Foto zur Erinnerung gemacht.

Zuhause dann – also eigentlich im Internet – wurde es mir dann klar: Wikipedia sagt: Ihre Verbreitung ist in Mitteleuropa „auf ausgesprochene Wärmeinseln beschränkt.“
AhAaaa! Es ist Mitte Oktober hier in Wien – die Menschen haben bereits mit dem Heizen gestartet – was macht also eine Gottesanbeterin, um keine kalten Fangarme zu bekommen?

Sie setzt sich abends auf einen schwarzen Holz-Zaun mit Ausrichtung nach Westen und genießt den Sonnenuntergang und anschließend noch ein bissi die abstrahlende Wärme des dunklen Untergrundes.

Mal ehrlich, das würden wir Zweibeiner doch auch genauso machen … bzw. machen wir ja auch!
Ich hab irgendwo Fotos einer alten Holzscheune, da sitzen die Menschen im Winter (vor Corona!) aufgereiht dicht an dicht und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. Ich hätt mich auch dazugesetzt – es war aber leider kein Platz mehr frei ;)