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Ragweed in Wien – mit Eintrittspreis

Ich bin ein bissi sauer, weil ich Eintritt bezahlt hab für einen Wüstenhaus-Besuch in Wien … und dann dort in der Außenanlage zwischen erstaunlichen Sukkulentenbeeten und einem quirreligen Zieselgehege plötzlich zwischen zahlreichen Ambrosia-Pflanzen stand. Es ist August – und jetzt beginnt die Ragweed-Pollensaison – offenbar auch mitten in Wien. Heuer 2022 ist diese – klimabedingt – besonders stark und daher auch gefährlich für Allergiker*innen, wie z.B. für eine Freundin von mir.

Ambrosia/Ragweed im Wüstenhaus Wien
Suchbild: Finde die Ragweed/Ambrosia-Pflanzen

In der Stadt war es bisher nicht so schlimm mit den Ragweed-Pollen für Allergiker*innen. Aber wenn jetzt das Kraut schon mitten in Wien – noch dazu in einem gepflegten Park bzw. in einem botanisch betreuten Areal wie dem Wüstenhaus wachsen und (demnächst) blühen kann, dann kann meine Freundin im Hochsommer echt nur noch auf Lockdown und Home-Office machen. Und das macht mich sauer – zumal für heuer vorausgesagt wird, dass die Ragweed-Saison 2022 noch „dramatischer“ und aggressiver wird. Kannst DU verstehen, warum es mich sauer macht, dafür bezahlt zu haben, dass ich – zum Glück nicht meine allergische Freundin – im Wüstenhaus zwischen Ragweed herumspaziert bin?

Vor einigen Jahren hab ich schon mal eine Menge Ambrosia beim Wandern im Burgenland „entdeckt“. Und konnte nur noch den Kopf schütteln, dass es die Leute dort so weit kommen lassen konnten – schließlich hatten sie die Pflanzenfelder direkt vor der Nase auf dem Güterweg im Wald. Sie hätten nur mal rechtzeitig VOR der Blüte drübermähen müssen … um das Problem kleiner zu halten.
Zwischenzeitlich hab ich Hänge voll Fetzenkraut beim Grillen auf der Donauinsel gesehen … auch vereinzelt immer wieder in Abbruch-Gstetten … und irgendwann hat mich das Schulterzucken gepackt: Interessiert scheinbar niemanden, die Ausbreitung zu erschweren – nichteinmal auf „betreuten Flächen“. Schätzungsweise sind alleine im Osten Österreichs rund 150.000 Menschen von den Ambrosia-Pollen zur Zeit der Blüte im August und September beeinträchtigt – und es werden laufend mehr. Vielleicht gehöre ich bald auch dazu?

Ich hab den Fund jedenmals mal wieder auf der Webseite www.RAGWEEDfinder.at gemeldet … und meine Freundin werde ich vor einem Besuch derzeit im Wüstenhaus warnen – oder sie soll zumindest eine FFP2-Maske mitnehmen, das soll angeblich ja auch die Pollenbelastung reduzieren.

Rüsselspringer im Wüstenhaus, Wien
Rüsselspringer im Wüstenhaus

Das Wüstenhaus in Wien ist ja auch im Winter ein sehr angenehmer Ort für einen Besuch. Das hab ich schon öfters getestet … inkl. <;3)~~
Diese/r Kurzohr-Rüsselspringer/in sonnt sich jetzt im Sommer auf einem Stein … und im Winter unter einer Wärmelampe. Beide Wärmeplätze sind gut einsehbar und ideal, um putzige Fotos von diesem/dieser Wüsten(haus)bewohner*in zu machen.