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Sind Schnecken schlau?

Es regnet – immer wieder – meistens lang – dazwischen auch kräftig.
Das freut die Vegetation – vor allem aber die Schnecken …

Ich will jetzt nicht mein Leid klagen, dass sowohl die Sonnenblumen alsauch die Kürbispflänzchen den Nacktschnecken zum Opfer gefallen sind.
Ich will dir nur erzählen und zeigen, was ich kürzlich beobachtet hab … und dabei hab ich mich gefragt:
Sind Schnecken eigentlich schlau?

Im Garten sind die Schnecken derzeit überall!
Nicht nur am Boden – auch „klettern“ sie auf Stengel, Stecken und Stangen.

Auch an einer Feuerlilie ist eine empor gekrochen … bis es nicht mehr weiterging, weil sich das Blatt unter dem Gewicht der Nacktschnecke nach unten gebogen hat.
Und was macht nun die Schnecke in dieser Situation?
Nein, sie ist nicht umgedreht.
Sie hat sich auch nicht einfach fallen gelassen – da sie sich mangels Knochen ja eh nichts brechen kann.

Die Schnecke hat sich an ihrem eigenen Schleim abgeseilt!
Gaaaaanz langsam …

Und unten hat sich eine andere Schnecke am „Landeplatz“ aufgestellt … und so eine sanfte Landung ermöglicht.
Also das hat mich ziemlich überrascht. Hat gewirkt, als würde die eine der anderen eine Art „Räuberleiter“ machen.
Und genau da hab ich mich gefragt: Sind Schnecken schlau?
Kooperieren Sie vielleicht sogar? Was denkst DU?
Jedenfalls seh ich dunkelschwarz für die anderen frisch gesetzten Pflänzchen im Garten …

Einziger Hoffnungsschimmer: Eine sichtlich wohlgenährte Maulwurfsgrille wohnt auch im Garten … und frist dort (hoffentlich) viele Maden, Würmer, Insekten und Schnecken-Eier. Das macht sie (auch) zu einem Nützling!
Nebenbei: Die Maulwurfsgrille gehört zu den (Langfühler) Heuschrecken. Ihren Namen hat sie nur deshalb bekommen, weil sie wie eine Grille ausschaut und wie ein Maulwurf unterirdisch wohnt und die gleiche Vorliebe für Insekten als Nahrung hat.
Eigentlich schade, dass so ein beeindruckendes Tier keinen eigenen Namen hat – obwohl, ganz stimmt das nicht: Schon früher wurde sie volkstümlich als „Werre“ bezeichnet und bei uns in Österreich ist sie auch als „G’schwer“ bekannt.