„Superkäferjahr“

von naDUr.at am 30. Januar 2020 – 12:27 |

Mit dem Klimawandel – zu warm, zu trocken, zu milde Winter – kommen die Borkenkäfer.
Das geht den Waldbäumen richtig unter die Haut …

Borkenkaeferlarvenspuren

Und auch die Menschen lässt das nicht kalt. Sie haben 2016 ein neues Wort erfunden: „Superkäferjahr“ – das kennt mittlerweile auch schon Google.

Ich hab auch ein neues Wort erfunden, als ich einen kahlen Föhrenstamm samt Käferspuren im Stadtwald gesehen hab: „Borkenkäferlarvenspuren“ … das kennt Google noch nicht, hat mir aber die Homepage der Borkenkäfer-Familie in Österreich empfohlen: www.borkenkaefer.at
Erstaunlich wieviele Arten es da neben Buchdrucker, Kupferstecher & Co bei uns gibt! Weltweit gibt es noch viel viel mehr.

Und wenn DU wissen willst, wie es zu den „Borkenkäferlarven-Fraßspuren“ kommt:
» Kurzes Lernvideo zur Borkenkäfer-Fortpflanzung inkl. zwei neuer Wörter: „Rammelkammer“ und „Muttergänge“ ;)


abgelegt in aKtiveZ, fAuna, flOra |
Tags: , , , ,

Es saß ein Rotschwanz auf einem Weiden-Ast …

von naDUr.at am 2. September 2019 – 21:39 |

… das klingt zwar wie der Anfang eines schlechten Schlagersongs, aber es wird dich vielleicht genauso überraschen wie mich, dass der Rotschwanz kein Vogel sondern ein Schmetterling war.
Und die Weide war auch nicht wie gewöhnlich vertikal Richtung Himmel ausgerichtet, sondern lag horizontal am Boden – vorbereitet zur Kompostierung.
Und so sah die Sache dann im Lichte der Frühherbst-Sonne aus – sehr kuschelig, oder? :)

Buchen-Streckfuß Rotschwanz-Raupe

NaDÜrlich wusste ich nicht, was das für eine niiiiiedliche Raupe ist, als ich sie sah und fotografierte.
Bei der Raupenbestimmung auf der Webseite Schmetterling-Raupe.de war es aber echt hilfreich, dass dort die Sortierung der Sichtungen nach Kalendermonaten geordnet ist.
Im Raupenmonat September sind – neben meinem Fundstück – noch einige andere beeindruckende Vielfüßler unterwegs.

Mir ist also offiziell ein Buchen-Streckfuß – oder wegen dem roten Haarbüschel am Heck auch kurz Buchen-„Rotschwanz“ genannt – vor die Linse gekrabbelt.
Und am Foto ist das Haarlicht ganz außergewöhnlich putzig – findet sogar die Maus <:3)~~
Aber nicht nur bei der Raupe, auch beim späteren Schmetterling gilt: Finger weg! Nicht Kuscheln – nur Staunen und Lächeln!

Apropos Schmetterling: Schau dir mal an, was nach der Verpuppung der pelzigen Rotschwanz-Raupe nächsten Fühling für ein niedlicher, plüschiger Nachtfalter entschlüpft:

Calliteara pudibunda2.jpg
CC BY-SA 3.0, Link zu Wikimedia Commons

Der schaut doch aus wie ein Teddybär – der fertige Buchen-Streckfuß/Rotschwanz – der einst als Raupe auf einem Weiden-Aste saß und sich für seine vorbestimmte Verwandlung vollfutterte
Dieses Ende klingt auch nicht besser als die schmalzige Textzeile am Anfang, aber vielleicht geht die Geschichte ja weiter … wie ein Märchen? … mit Happy-End? … und vielen vielen kleinen, plüschigen Rotschwanz-Raupen nächstes Jahr … zur selben Zeit, am selben Ort … auf einem anderen Ast …
Vielleicht ja bei auf einem Baum dir ums Eck?!


abgelegt in fAuna, zeugX |
Tags: , , , ,

Bäume in der Stadt (4)

von naDUr.at am 16. Juli 2019 – 10:07 |

Aus der Reihe „Neue Bäume in der Stadt“ präsentiert DIR www.naDUr.at die …

Stadtbaum an der Wand

(4) Fassaden-Föhre, die

Ein Stadt-Baum in 1150 Wien*, der

  • genauso anspruchslos und krankheitsresistent ist, wie sein lebendes Vorbild: die Schwarzföhre
  • die städtische Luftverschmutzung genauso locker wegsteckt, wie sein lebendes Vorbild: die Schwarzkiefer.
  • Sommer wie Winter die Straßenschluchten grün erscheinen lässt – so wie sein lebendes Vorbild: Pinus nigra (austriaca).
  • als Charakter-Baum für den Wiener Raum gilt – bis hinein in den Wiener Wald und hinauf auf den Parapluieberg.
  • leider als Haus-Wandmalerei im Gegensatz zu seinen lebenden Vorbildern keinen Beitrag für das Stadtklima durch Luftreinigung oder Sauerstoff-Produktion leisten kann.
  • aufgrund seiner 2D-Eigenschaft keine lästigen Nadeln oder lustigen „Bockerl/Pockerl“ in die Kanalgitter streut.

*) Diese Fassaden-Föhre ist rund 20 Jahre alt – Du kannst sie in Wien in der Sperrgasse 12 bei der Pension5Haus.at besuchen und bewundern.

Was denkst Du, wie würde sich ein echter Baum in diesem Eck fühlen?
Oder wie wär es noch mit einem Pflanzenkisterl mit echtem Grün im Bauflucht-Eck?
Wer würde es pflegen? Regelmäßig gießen? …
… Und wer würde sich wohl alles über so ein grünes Eckerl in Asphalt-Grau freuen?

Die <:3)~~ Maus hat schon gesagt, dass sie dort gerne auch Sonnenblumen haben möchte … aber ich glaube, das sagt sie vor allem wegen der Samen, die dann im Herbst (für sie?) abfallen würden.
Nun ja, so hat halt jede*R eigene Gründe, sich mehr Grün in der Stadt zu wünschen ;)

» Kleiner Bilderbogen „Neue Bäume in der Stadt“


abgelegt in <:3)~~, aKtiveZ, zeugX |
Tags: , , ,

Kastanien blühen … mit Ampel für Insekten

von naDUr.at am 9. Mai 2019 – 10:59 |

Kastanienblüte am Baum Im Park ums Eck blühen derzeit die Kastanien-Bäume.
Das freut die Menschen … aber besonders freut das die Bienen, Hummeln und andere Naschkatzen unter den Bestäuberinsekten.

Bei der ganzen Blütenpracht ist ordentlich was los zwischen den Blättern …
Und damit nicht unnötig Energie beim Rumschwirren verschwendet wird, hat die Kastanie ein ganz besonderes Service für ihre Vermehrungshelferlein: eine Art „Ampelsystem für Nektar-sammelnde Insekten
Wenn die Blüte innen GELB ist, dann ist die Saftbar MIT Nektar gefüllt – also „Willkommen zum Naschen & Danke fürs Bestäuben nebenbei!“
Ist aber die Blüte innen bereits rosaROT, dann ist hier KEIN Nektar mehr zu holen – daher „Danke fürs Bestäuben & Hier gibt’s nix mehr zum Naschen! Bitte nebenan weitermachen.“

Nachdem ich mir dieses Ampelsystem aber nie von einem Frühling zum nächsten merke, hab ich mir eine Eselsbrücke gebaut:
Die Blüten, die bereits am Boden liegen sind „leer
der Baum braucht sie nicht mehr.
(Wenn Du das schwungvoll liest, dann reimt es sich sogar ;)

Kastanienblüte am BodenAlso schau einfach mal auf den Boden unter der Katanie … dort sind alle Blüten … na?
Genau! _Rosa/ROT_ [Leer_bereich_ markieren, dann erscheint die Lösung.]
Wenn Du nun auf den Baum schaust, weißt Du wieder, hinter welcher Farbe noch der Nektar steckt und wo die Bienen landen werden.
Natürlich kannst Du auch einfach eine Biene am Baum suchen – und siehst direkt, welche Farbe „Nektar“ bedeutet :)

Eine Mitmachende bei der letzten „Ich lerne gerne!“-Natur-Erkundungsrunde im Park hat sich eine eigene Gedankenbrücke gebaut.
Die ist sogar noch leichter zu merken – schau hier und staune!

Nebenbei: Die <:3)~~ Maus ist auch eine Naschkatze und ist nicht begeistert, dass für sie am Boden nur die leeren Blüten anfallen.
Aber mal ehrlich … zu viel Süßes ist für ihre Nagezähnchen eh nicht gut – und der Frühlingswind bläst ihr hin und wieder auch eine Nektarblüte vor die Nase.

 


abgelegt in <:3)~~, flOra, zeugX |
Tags: , , , ,

weißer Frühling … so schön weich!

von naDUr.at am 18. April 2019 – 17:24 |

Stell dir vor, Du stehst an einer Bus-Haltestelle und wartest – so wie ich heute. Und plötzlich kullern weiße Flaumflocken an dir vorbei …

Frühling im weißen Flaum

Na klar, war ich erstaunt – dann neugierig – und dann überrascht!
Im Park hinter mir hat (!) EINE Pappel ihre Samenflocken (auch „Pappelwolle“ genannt) in den Wind entlassen … und doch war der halbe Park weiß bedeckt:

Frühling in weiß Frühling in weißem Flaum Frühling in weiß Pappel im Frühling

Großartiges Erlebnis – und na klar, hab ich da voll reingreifen müssen – hättest DU doch sicher auch gemacht :)

weißer Frühling - Park mit Flaum bedeckt

Nebenbei: Die Maus hat sich einige Flocken für ihr Nestchen eingepackt … ich vermute mal, die wird beneidenswert gut schlafen heute Nacht. Und wenn sie morgen zu spät kommt, weil sie nicht aus den Federn/sorry: den Flaumflocken kommt, ist das toooootal verständlich, oder?! <:3)~~


abgelegt in <:3)~~, flOra, ii@_ |
Tags: , , ,