Kreatives Blätter-WERK im Herbst …

von naDUr.at am 7. Oktober 2019 – 15:05 |

Vielleicht kennst Du das Wort „Land Art“ bereits?
Normalerweise wird damit Kunst in und mit der Natur bezeichnet … das kann von kleinen Figuren aus Steinchen bis hin zur Umgestaltung ganzer Ufer-Areale gehen. (Sandburgen sind damit jetzt aber nicht unbedingt gemeint ;)
Zentral dabei ist, dass nur Materialien verwendet werden, die vor Ort bereits vorhanden sind …

So, das war die Einführung … und vielleicht hast DU ja jetzt bereits Lust bekommen, die fallenden Blätter und Früchte des Herbstes zusammenzusammeln und neu zu arrangieren? Kreise und Spiralen sind ein guter Einstieg in erste eigene Kreativwerke mit Naturfundstücken … versuchs doch einfach mal!

JETZT will ich dir aber ein Werk zeigen, dass ich heute am Straßenrand entdeckt hab:
Leaf Art als Land Art

Was denkst DU – ist das bereits ein Kunstwerk? Gefällt es dir?

Also ICH war begeistert! Dachte sofort daran, dass das wie „Land Art“ ausschaut …
Und dachte dann weiter … dass hier die Natur selbst kreativ geworden ist … denn der Wind hat dem Zufall die fallenen Blätter zugespielt und platziert.
Mit einer erstaunlichen Einfachheit und Schönheit, finde ich – und hab’s gleich mal fotografiert, bevor der nächste Windstoß ein neues Kunstwerk entstehen lässt.

Land Art aus Blättern könnte auch „Leaf Art“ heißen, hab ich mir gedacht … und das haben sich wohl auch andere bereits gedacht:
Eine Google Leaf Art Suche bringt dich selbst vielleicht auf ganz neue Ideen, was DU jetzt im Herbst alles mit den gefallenen Blättern machen kannst <:3)~~
Na, bist DU inspiriert? Dann nichts wie hinaus in den Herbst und entdecke Wind-Art oder gestalte Leaf-Art!


abgelegt in aKtiveZ, ii@_, zeugX |
Tags: , ,

23. September 2019, 9:50 Uhr – Herbst! Zeit! Los!

von naDUr.at am 23. September 2019 – 09:50 |

herbst-zeitlos
Gestern, im letzten Sonnenschein des Sommers grüßte mich in der (Perchtoldsdorfer) Heide der Frühling mit einer Kuhschelle
Heute am 23.9.2019, 9:50 Uhr ist Herbstbeginn … und im Garten grüßt die Herbstzeitlose bereits in der vollen Pracht ihrer VollENDung …

Sommer – Frühling – Herbst – … in einem Moment zusammengefasst.
Wie schön an einem Tag die ganze Kraft des Naturkreislaufs zu erleben :)

Nebenbei ein kleines Zitat aus dem Buch: Die Biene Maja und ihre Abenteuer, von Waldemar Bonsels – in einer Ausgabe aus 1923
„Die Sommernacht ist das Schönste in der Welt,“ antwortete die Grille, „sie füllt das Herz mit Seligkeit. (…) Warum muß man immer alles wissen? Wir armen Wesen wissen vom Dasein nur ein kleines Teil, aber fühlen können wir die ganze Herrlichkeit der Welt.“ (…) Und sie begann ihr helles, jubelndes Silberspiel, es klang laut und übermächtig … Und die kleine Biene saß ganz still in der blauen Sommernacht und hörte zu und dachte sehr tief über das Leben nach. [Seite 110]
»mehr von der Kleinen Honigbiene


abgelegt in flOra, ii@_, zeugX |
Tags: , , , , , ,

Ganslstrich … am Neusiedler See

von naDUr.at am 4. Oktober 2018 – 13:47 |

"Ganslstrich" - an der Langen Lacke

„Ganslstrich“
Nunja, eigentlich wollt ich das Foto ja anders benennen – schon aus Jugendschutzgründen – aber es stimmt ja und passt:
„Am Himmel erkennt man … deutlich lange Gänsestriche – eine sehenswerte und beeindruckende Formation.“ (vgl. www.apetlon.info)

Warum alle Jahre wieder im Herbst sich dieses Himmelsphänomen an der Langen Lacke ereignet, fragst DU am besten die Rangerinnen und Ranger im Nationalpark Neusiedlersee Seewinkel selbst, weil da kannst DU auch gleich live miterleben welche unheimlichen Geräusche so eine Gänseschar macht, wenn sie über deinem Kopf hinweg zur Landung ansetzt.

Gänse im Landeanflug

Falls sie nicht alle mit dem Kopf unter Wasser oder unter den Daunen in den Lacken und Pfützen rumwuseln und schmausen.

Gänse versammeln sich in den Lacken

Und pack dir auch selbst ein bissi was zum Jausnen ein – es gibt dort nicht nur für Gänse sondern auch für Menschen idyllische Rast- & Jausenplatzerl …

Lange Lacke - Rastplatz für Menschen

Nebenbei: Die <:3)~~ Maus hat sich vorgenommen, das nächste Mal ein Kopftuch mitzunehmen – der Herbstwind hat ihr derart die Ohren durchgeblasen, dass sie am Heimweg von einem leichten Pfeifen begleitet wurde.


abgelegt in <:3)~~, aKtiveZ, fAuna |
Tags: , , ,

November & DU

von naDUr.at am 1. November 2016 – 20:12 |

November im naDUr-Faltkalender 2016Der November grüßt als Mauerblümchen.

Während die meisten Pflanzen jetzt ihre letzten Blättchen verabschieden und ihre Energien zurückschrauben, guckt aus manchen herbstlichen Ecken ein Blütengruß – fast wie im Frühling. Mauerblümchen erstrahlen dann ganz besonders, wenn rundherum der Herbst die Konkurrenz in den Winterschlaf schickt.
Die Ritzen erblühen … bis zuletzt.

Die allerletzten Sonnenstrahlen werden genutzt …

Mauerblümchen reckt sich zur Sonne
… auch wenn sie durch die langen Schatten nur schwierig erreichbar scheinen.

Dass Mauerblümchen – unscheinbare und übriggebliebene – Wesen der Sturm- und Drangzeit anderer sind – erklärt einwenig, warum auch unscheinbare Menschen gern von anderen als Mauerblümchen bezeichnet werden. Aber! Sobald ein Blümchen erkannt – und eben nicht mehr übersehen – wird, schon zeigt sich das Besondere. Denn Mauerblümchen sind nicht übriggeblieben – sie sind nur übersehen. Aber wenn dann alle Pracht rundherum verwelkt ist, ja dann …

Mauerblume im Herbst
… erstrahlen großartige Mauerblumen – und erfreuen die ganze Umwelt! :)

Im aktuellen Monatsmotiv November kannst auch DU das Besondere in einem gewöhnlichen Gänseblümchen entdecken.
Wenn Du noch mehr kleine Besonderheiten bestaunen willst – dann geh hinaus in die Natur und entdecke die Kraft der letzten Blümchen vor der kalten Zeit.

Mauerbäumchen füllt die RitzenÜbrigens – es gibt nicht nur Blümchen in den Mauerritzen – mit ein bisschen Glück entdeckst Du dort auch Mauerbäumchen … wie im Graffiti-Bild rechts.

Und zu guter Letzt noch eine nette Erklärung, wie es (angeblich) zur Entstehung des Worts „Mauerblümchen“ kam: Im Mittelalter haben sich Mädchen und Burschen fein herausgeputzt, um am Dorfplatz zum Tanz zu gehen. Die jungen Damen saßen dann am Mäuerchen und warteten darauf, zum Tanzen aufgefordert zu werden. Wer übrig blieb, schmückte als Mauerblümchen die Tanzplatz-Szenerie …
… oder wurde selbst aktiv …
… und forderte „Damenwahl!“
So erzählt man sich’s zumindest in Mauerblümchen-Kreisen.
In offiziellen Geschichtsbüchern wirst Du sowas natürlich nicht finden – schließlich wurden die ja von Leuten geschrieben, die nur auf das Großartige achteten, um es für die Nachwelt festzuschreiben … Aber die Geschichten sind da – quasi in jeder Ritze kannst Du sie entdecken ;)

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ DANKE! ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Der naDUr-Faltkalender 2016 „Natur nimmt sich Raum!“ wurde ermöglicht durch die Kooperation mit www.das-onlineCoaching.com
Falls DU auch einen Raum zum Inne-halten, Nach-Denken und Voraus-Schauen suchst – Schau doch dort mal vorbei!
Brigitte Koch | www.das-onlineCoaching.com


abgelegt in flOra, ii@_ |
Tags: , , , , , ,

PeDition: Rettet das Staunen!

von naDUr.at am 25. Oktober 2016 – 11:03 |

Damit DU einen Eindruck bekommst, wie erstaunt ich war, dass das zufällige Staunen in der Natur in Gefahr ist, möchte ich dir zuerst die Geschichte aus meinem Blickwinkel erzählen …

Botanisches zum Staunen: Blaue Ding in Schönbrunn Es war ein teilweise sonniger Herbsttag – das ist schon echter Luxus heuer.
Nachdem ich keine Ahnung hatte, wie lange ich im Trockenen unterwegs sein kann, hab ich mich für einem Fotobummel in einem öffentlichen Park entschieden – Schönbrunn, Wien. Dort gibt es ein Eckerl, da kannst Du das ganze Jahr über erstaunliche Flora staunen: Den (alten) botanischen Teil des Parks.
Und da lag was Seltsames im Gras …
Und als ich es berührte, war es ein komisches, unerwartetes Gefühl – „bamstig“ würd ich auf spontan Österreichisch dazu sagen.
Aber irgendwie auch leicht ledrig, trocken – irgendwie cool … und v.a. sehr einzigartig speziell.

Mit einem Wort: WoooW!

Botanisches zum Staunen: BlauschoteDie kurze Herbstrunde im Park hat bereits nachhaltig Eindruck hinterlassen – hat sich aus“gezahlt“!

Ein Blick in die nahegelegene Botanik brachte weitere Erkenntnisse:
Das blaugraue Ding stammt von einem Strauch – und wo eines ist, da sind zumeist auch mehrere!
Die Suche nach dem botanischen Schildchen brachte zum Erlebnis auch ein neues Wort: „Blauschotenstrauch“ – gut, das ist ziemlich naheliegend und somit merk-würdig :)

Zuhause wurde es noch merk-würdiger, denn laut Websuche ist mein neues WoooW-Wissenobjekt auch als „Blaugurke“ oder im Heimatland China als „Katzenkotgurke“ bekannt. Super! Das Bild geht mir jetzt wohl nicht mehr aus dem Kopf ;)

Botanisches in Not: Blaugurke in Schönbrunn

Die <:3)~~ freute sich besonders zu hören, dass diese blaue Gurke auch essbar ist … was ich persönlich nicht kontrollieren werde, weil mir das Wortbild „Katzenkot“ sicher nicht in den Mund kommt :-/

Bis hierher also der merk-würdige Staunen & Lernen-Teil der Geschichte.


Aber jetzt wird es erst richtig ver-rückt und ver-ärgernd: Denn (m)eine zufällige – im Sinne von ungeplant zu-gefallene – erstaunliche Erkenntnisgelegenheit ist in Gefahr!
Wenn es nämlich nach den Plänen der nahen Zoobetreiberfirma geht, soll der öffentliche, botanische Garten in das Gelände des Tierparks eingezäunt werden, um einen weiteren Rast & Ruheplatz für die zahlende Zookundschaft zu haben.

Mit zwei Worten: Sicher nicht!

Das haben sich viele viele andere Park-Spazierer/innen und Botanik-Stauner/innen auch gedacht – eine Bürger/innen-Initiative gestartet und eine Petition (Zu-Fußgehende nennen dies auch gern PeDition, von pedes (lat.) = Füße, per pedes = zu Fuß) für den Erhalt und den freien, öffentlichen Zugang zum botanischen Teil des Gartens ins Parlament eingebracht.
Auch DU – egal wwwo Du wohnst – kannst dafür unterschreiben, dass die Möglichkeit zum Staunen – in und mit der Natur – rundum alle Jahreszeiten gratis, freizugänglich und selbstbestimmt (je nach Lust, Laune, Zeitressource und Wetter) bleibt:

» Die Petition zum Erhalt unterschreiben und der Forderung zustimmen:
„Sicherstellung, dass der Botanische Garten in Schönbrunn erhalten und öffentlich frei zugänglich bleibt“
Hintergrunddetails auch in Die Presse (16.10.2016) zum Nachlesen & Nachdenken.

» Auf der fb-Seite der Bürger/innen-Initiative die Entwicklung beobachten:
Und deine Solidarität durch ein „Gefällt mir“ ausdrücken.

Botanisches in Not: Zniachtl in Schönbrunn» Noch schnell den Park als botanische Anlage anstatt als Rastplatz mit Jausenstation für müde Zookundschaft besuchen:
Und unbedingt viele viele Fotos machen – wer weiß, was dort nach dem Zugang noch den Betreiberinteressen geopfert wird – vielleicht müssen alle „unattraktiven“ Pflanzen (hier ein putziges Exemplar als ZwutschkiZniarchtl) einem Sonnenschirm Platz machen.

Botanisches in Not: Staunen in Schönbrunn» Noch schnell einen Wienbesuch planen – und dich überraschen lassen, was dich alles im botanischen Teil des Schönbrunner Parks (einem der ältesten botanischen Gärten Österreichs!) zum Staunen bringt! Und was es vielleicht dort bald nicht mehr gibt …

Als Belohnung für dein Engagement zum Erhalt des kostenfreien Staunens in Schönbrunn – und für das Lesen bis hierher – möchte ich dir ein Bild des Blauschotenstrauchs schenken!
Gern auch zum Weiterschenken, Weiterleiten, Teilen … und Erinnern, dass die Natur dich immer wieder zum Staunen bringen kann, ganz einfach so, zufällig und kostenlos … wenn Du auf sie schaust :)
Danke!

Danke für deine Unterstützung: Pedition für den Erhalt und den freien Zugang zum botanischen Teil in Schönbrunn, Wien


abgelegt in aKtiveZ, flOra |
Tags: , , , , , ,