Ich hab die Unsterblichkeit entdeckt!

von naDUr.at am 11. Oktober 2019 – 12:10 |

Ich hab die Unsterblichkeit entdeckt!
Ganz zufällig … in Wien … im Herbstlicht … echt!

Jiaogulan in Wien

Das war ja eine Überraschung … als ich kürzlich quer durch den 9. Bezirk spazierte …
Und plötzlich sah ich im Grau des Asphalts etwas Grünes … naDÜrlich musst ich mir das näher anschauen und WOWWW! Es war ein großer Topf vom „Kraut der Unsterblichkeit“, der mich da im Herbstlicht anstrahlte. Gleich dachte ich: „Das Kraut hat selbst nur überlebt, weil es die einen nicht (er)kennen und die anderen wissen, dass Stadt-Hunde das Kraut hier ungenießbar gemacht haben.“

Aber eines hat das Unsterblichkeitskraut bereits geschafft: Mit diesem naDUr-Beitrag im WWWeb ist es auch unsterblich geworden … und auch ich werde den Moment nicht so schnell vergessen, als ich um die Ecke bog und staunend und lächelnd wie angewurzelt stehen geblieben bin.
Willst DU auch in 1090 Wien einen Topf voll Unsterblichkeit entdecken?
» Komm! Hier geht’s lang! 1090 Wien, Währinger Str. 24 [Google-Maps]
Direkt bei www.goodshoes.at

Ich finde das total passend, dass sich das Kraut der Unsterblichkeit genau vor diesem Schuhgeschäft breit gemacht hat. Hier wird nämlich nicht nur vor sondern auch im Geschäft auf Natur und Natürlichkeit geachtet – und da fühlt sich wohl nicht nur das Kraut wohl :)

Und jetzt noch eine kleine Geschichte für dich … wie das Kraut der Unsterblichkeit zu seinem Namen kam:
Jiaogulan-Blatt - meist 5 "Finger"Seit langer langer Zeit wuchert überall in den Wäldern Süd-Chinas und Südost-Asiens – und wer weiß wo sonst noch überall – eine kleine, anspruchslose Kletterpflanze mit unglaublich hübschen, zarten, handförmigen Blättern. Sie wuchert und klettert wild in der Gegend herum – bis hoch in die Berge und tief in schattige Flusstäler.
Irgendwann vor langer Zeit haben die Menschen dort entdeckt, dass dieses Kraut auch ganz gut – wenn auch sehr eigen – schmeckt. Pur, als Salat oder wie Spinat zubereitet – und auch getrocknet als Tee bringt es Kraft und Energie für den Tag. Sie nannten das Kletterkraut aus der Gurkenfamilie Xiancao oder Jiaogulan (Rankende Indigoblaue Pflanze).

Über die Jahre hinweg – vielleicht ja über Jahrhunderte – haben es die Leute in Süd-China regelmäßig gegessen … und dann kam in den 1970er Jahren die Volkszählung nach China. Und siehe da, in den Gegenden, wo Jiaogulan gegessen und getrunken wurde, lebten überdurchschnittlich viele 100-Jährige. Außerdem hatten dort weniger Menschen eine Krebserkrankung oder andere Krankheiten.
Kurz gesagt: Wo Jiaogulan gegessen wurde, waren viele Menschen gesund, geistig fit und alt – sehr alt!

Jiaogulan-PlanzeAb diesem Zeitpunkt entdeckte dann die TCMedizin das Kletterpflänzchen … schnell wurde es als vielfältiges „Kraut der Unsterblichkeit“ auch bei uns bekannt. Auf der ganzen Welt und natürlich auch im Web findest Du mittlerweile allerlei Jiaogulan-Produkte und Rezepte – z.B. einen „Smoothie der Unsterblichkeit“.

Zurück nach Wien – ins Hier & Jetzt.
Auch der Topf vor dem Guten Schuh-Geschäft ist seit mittlerweile 2 Jahren mit Unsterblichkeit gefüllt – und bringt ein bissi Natur und Leben in die Asphalt-Landschaft.
Bei meiner Blumenhändlerin ums Eck, hab ich schon mal einen Blumentopf mit frischem Jiaogulan als Mitbringsel für eine Kräuterfreundin gekauft. Von dort hab ich mir einen kleinen Ableger abgezupft … und hab natürlich gekostet.
Ehrlich gesagt: Ich schau mir das frische Grün lieber an … und freu mich, über eine so unkomplizierte, Sauerstoff-spendende Pflanze.

<:3)~~


abgelegt in flOra, zeugX |
Tags: , ,

Lichtung zwischen WOW und AUWEI

von naDUr.at am 17. August 2017 – 15:47 |

Mitten im Wald auf einer Lichtung …
An einem sonnigen Tag Mitte August …
So dicht können Staunen und Erstaunen nebeneinander liegen …

Gerade noch:
WOW! … was für eine Pracht an bunten Flügeln – und ganz nah!
WOW - Lichtung voller bunter Flügel
Er/Kennst DU diese Insekten? Überleg mal!
Hier die Lösungen: LINKSMITTERECHTS

Und plötzlich:
AUWEIA … was für eine Unmenge an Ragweed-Pflanzen
… ganz dicht beieinander und kurz vor der Blüte!
Ambrosia - Ragweed - Fetzenkraut
Das Fetzenkraut ist ein Neophyt – eine „neue“ Pflanze, die ursprünglich aus Nordamerika stammend, zu uns nach Europa (aber auch in andere Erdteile) eingewandert ist.

Das aktuelle Problem mit dieser „neuen“ Pflanze ist, dass ihre Pollen starke Allergien auslösen können. Die Zahl der betroffenen Menschen wird in den nächsten Jahren entsprechend stark ansteigen und auch „Kreuzallergien“ (allergische Reaktionen auf andere Auslöser) können sich ausbreiten.

Von offiziellen Stellen werden daher bereits verschiedenste Gegenmaßnahmen eingeleitet – seit heuer/2017 gibt’s z.B. den Ragweed-Finder für Österreich.
Dort kannst auch DU deine Ragweed-Sichtungen (unbedingt FOTO machen!) eintragen – und somit die „Bekämpfung“ unterstützen. Hier die Anleitung zum Finden/Erkennen & Dokumentieren.

Diese Ragweed-Landkarte ist aber auch für Allergiker_innen informativ – im August und September (da streut das Fetzenkraut seine Pollen in den Wind) werden sie ihren Österreich-Urlaub wohl in weniger stark befallenen Gegenden buchen.
Der Blick auf die Ragweedfinder-Landkarte hat mir selbst gezeigt, dass mein eigener Fund beim Wandern für diese Gegend eigentlich nichts besonderes ist …
Für mich war es aber schon besonders erstaunlich. Nie hätt ich mir gedacht, dass man mitten im Wald auf (quasi) kleine Ambrosia-Felder stoßen kann.
Ob ich allergisch auf diese neue Pflanze bin, konnte ich (zum Glück) noch nicht feststellen – es war noch nicht Blüh-/Pollenzeit …

Die <:3)~~ Maus hat bereits angekündigt, dass sie frühestens im Spätherbst – nach der Ambrosia-Pollenzeit – wieder dort im Wald eine Wanderung machen will …
Ich persönlich glaub aber, sie hat es dann eigentlich auf die Ambrosia-Samen abgesehen ;)


Nebenbei 1: In der griechischen Mythologie bezeichnet „Ambrosia“ u.a. ein betörend duftendes Essen/Getränk der Götter, das sie unsterblich macht. Botaniker_innen haben eine ganze Pflanzengattung in Amerika den Namen „Ambrosia“ umgehängt. Von all diesen ist aber nur eine – nämlich nur die „Ambrosia artemisiifolia“ (Beifußblättriges Traubenkraut) – das aktuelle/neue Problem.

Nebenbei 2: Der bei uns heimische Beifuß – ein tolles Duft- & Gewürzkraut – gerät leider durch die Ausbreitung und Verwechslung mit der Ragweed-Ambrosia auch unter Druck.
Es wäre daher sUUUper, DU suchst nicht nur nach dem neuen Fetzenkraut, sondern findest beim Suchen auch Gefallen am alten Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) und seiner vielseitigen Verwendbarkeit :)


abgelegt in aKtiveZ, flOra, zeugX |
Tags: , , , , ,

Es ist … es isst … ein Portulak

von naDUr.at am 19. September 2015 – 12:18 |

WAS ist das?
Portulak
Und … kannst DU es WO finden?

Beim WasserWeltFotoRundGang im Rahmen des Lernfestival*AT 2015 war das eine Suchaufgabe … und es wurden viele viele viele Ritzen gefunden, wo es sich der Sommer-Portulak (auch bekannt unter dem Namen Burzelkraut) gemütlich gemacht hat.

Als Wildgemüse wächst der Portulak sehr genügsam an sonnigen Ecken.
Sein Geschmack – ein bissi wie eine Mischung aus Vogerlsalat und Gurke mit einem Spritzer Zitrone – macht ihn ideal für Salate oder er wird einfach kleingehackt, auf ein Butterbrot gestreut und verspeist.

Auch wenn DU ihn in zahlreichen Ritzen in der Stadt finden kannst, solltest Du ihn dort nicht ernten!
Denn in den Ritzen und Ecken der Stadt ist zuviel „Hund“ in den kleinen fleischigen Blättern enthalten ;)


abgelegt in flOra |
Tags: , , ,

Kräuter & Grün in Wien

von naDUr.at am 13. Juli 2015 – 16:13 |

Karoline Grün wandert wieder durch Kräuterwiesen …

Was fast wie der Titel eines Naturbuches klingt, ist in Wirklichkeit die Einladung zu Kräuterwanderungen in Wien – und DU kannst mitwandern!
Die aktuellen Termine findest Du im Web bei Karolines Kräuterwissen

Und wenn DU mal bei so einer Kräuterwanderung dabei warst und dir neues Kräuterwissen erwandert hast, dann siehst Du vermutlich jede Wiener Gstett’n gleich mit ganz anderen Augen!

Was siehst Du hier? Noch eine Gstett’n oder schon eine Kräuterwildnis?

Gstettn oder Kräuterwildnis?

Betrachte das obige Foto doch einfach VOR und NACH einer Kräuterwissen-Wanderung noch einmal! ;)

Gstettn-Kraut - ein BildrätselHier kannst Du auch noch einmal üben:
Welches Kraut ist auf diesem Gstettn-Bild zu sehen und was kann man/frau alles damit machen?
Kleiner Tipp: Du kannst Karoline Grün beim Wandern ja persönlich fragen, was man/frau NOCH alles damit machen kann ;)

Und welche Kräuter in der Wildnis hast Du bei dir ums Eck schon entdeckt?


abgelegt in aKtiveZ, flOra, terMine |
Tags: , , ,

2011 – Juli schaut mit dem Herzen

von naDUr.at am 5. Juli 2011 – 10:11 |

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. …“
Dieses Zitat aus dem wohl bekanntesten Buch von Antoine de Saint-Exupéry ist weit verbreitet. Nur wenige wissen aber, wer es in der Geschichte tatsächlich gesagt hat.
(Wenn Du jetzt neugierig geworden bist, dann lies doch einfach mal nach :-)

Dass das Sehen ganz wesentlich von der inneren Einstellung abhängt, kannst Du jederzeit selbst entdecken – „siehst“ Du hier nur ein Blatt?
Kalenderblatt Juli 2011

Kürzlich sagte jemand in einem Garten – „Das Unkraut gehört auch mal wieder gejätet!“
Ich musste lächeln, denn für mich war es Hornklee – und das sagte ich.
Heute darf der Hornklee und die Schafgarbe dort zwischen den „Blumen“ wachsen :-)

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Wenn Dir das Kalenderblatt gefällt, kannst Du es Dir gern herunterladen und evtl. auf Deinem Computer als Bildschirmhintergrund einrichten oder ausdrucken und an die PinnWand oder den Kühlschrank hängen.
Vielleicht gefällt Dir ja auch:
<< April << Mai << Juni>> … (weitere Monate folgen)

= = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
Copyright-Hinweis:
Die einzelnen Motive des Kalenders unterliegen dem Urheberinnenrecht – eine kostenlose Verwendung ist nur für private und nichtkommerzielle Zwecke gestattet sofern der Hinweis auf die Bildquelle www.naDUr.at oder auf die Autorin Klaudia Mattern angegeben wird.


abgelegt in ii@_, zeugX |
Tags: , , ,